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*Hans*

 Level 1 - Frankfurt a. M.

 Larah sah gerade die Nachrichten im Fernsehen und war sofort wie elektrisiert. Irgendwelche üblen Gestalten hatten barx entführt und hielten ihn an einem unbekannten Ort gefangen. Damit wollten die Gangster verhindern, dass barx kildo in die Musikszene eintritt und dort womöglich noch Erfolg hat.

Ihr erster Verdacht richtete sich gegen Partyman und Hans. Aber nach einem kurzen Anruf bei Norbert erfuhr sie, dass die beiden zwar unmusikalisch, aber ansonsten harmlos waren.

Sie nahm ihre Desert Eagles und machte sich auf den Weg. Da barx zuletzt in Frankfurt gesichtet wurde, wo er an einem Wett­bewerb für gehörlose Schlagersänger teilnahm und dabei den 27. Platz von 30 Startern erreicht hatte, suchte Larah zuerst den Ver­anstaltungsort auf.

Der Raum war nicht besonders groß. Auf der Bühne lag ein zerbrochenes Mikrofon und ein Medipack. Weiter hinten sah sie im Boden eine Falltüre. Als sie darauf trat, gab diese nach und Larah stürzte hinunter.

 *Hans*

 

*Annette*

 Mit einer eleganten Hechtrolle federte Larah den Sturz ab. Sie befand sich in einem stockdunklen Raum, erst ganz langsam konnten sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnen.

Aber bevor sie sie sehen konnte, HÖRTE sie sie schon: Ratten! Riesige rotäugige Ratten!

Larah entzündete schnell eine Fackel und warf sie auf den Boden. In Sekundenbruchteilen hatte sie ihre Pistolen gezückt und die ersten drei Biester erledigt. Ein bisschen *lila* Blut spritzte noch aus ihren Körpern, dann war Ruhe.

Larah sah sich im Raum um. Sie war in einer Art Lagerraum ge­landet. Große Kisten standen herum, keine Kennzeichnung. Mit einem herumliegenden Brecheisen hebelte sie eine der Kisten auf und... voller Verwunderung nahm sie eine CD her­aus: "Roy White - Seine größten Hits". Eine riesige Menge die­ser grauenhaften Ohrwürmer wurde hier unten gelagert.

Konnte das mit dem Verschwinden des neuen Silberstreifens am Horizont des Schlagerhimmels zu tun haben? Des hoffnungs­vollen Jungstars barx kildo???

Larah gingen langsam die Fackeln aus. Sie musste sehen, dass sie hier raus kam. Mit einiger Anstrengung verschob sie ein paar der Kisten, kletterte hinauf und konnte sich mit einem Sprung so wieder zurück auf die Bühne hangeln. Die CD hatte sie vor­sorglich eingesteckt.

Sie hatte jetzt nur ein Ziel vor Augen. Sie musste einen Freund aufsuchen, der ihr ein bisschen mehr über die mafia-ähnlichen Hintergründe des Schlagermusikgeschäfts erzählen konnte. Er hatte sein Büro auf der Zeil, der bekannten Frankfurter Fuß­gängerzone.

Und hier glaubte Larah ihren Augen nicht zu trauen: während sie im Vorzimmer von Lorenzo Trittino wartete und gelangweilt aus dem dritten Stock auf die Straße schaute, sah sie..... barx kildo!

Er war tatsächlich dort unten, hatte seinen Ghettoblaster auf­gebaut und sang dazu in ein Mikrofon. Naja, ob man das singen nennen konnte... Glücklicherweise waren die Fenster geschlos­sen. Das konnte doch nicht sein, er war doch entführt... War das ein Doppelgänger?

Wie der Blitz sauste Larah die Treppen hinunter. Als sie unten ankam....

 *Annette*


*Partyman*

........ nahm sie erst einmal hinter der linken Eingangstür einen Energiekristall auf........ aaaaahhh.

In der rechten Ecke lagen ein paar Ohren Stöpsel, welche sie direkt benutzte. So ausgerüstet rannte sie über die Straße und........

........ es war nicht barx kildo, die neue Hoffnung der Schlagerwelt, den sie aus dem 3 Stock gesehen hatte. Nein, es war Ernie, der erfolglose Keks-Sänger, der sich als barx kildo verkleidet hatte und mit seinen Keks-Songs gerade die Menschheit vergraulte.

Sie griff zu ihrem MBI Thinkpad, welches sie letzten Monat vom gekündigten Niemayer erhalten hatte, und schrieb einen Beschwerdebrief an Vielmann, dass seine Ferngläser Müll sind.

Als Larah gerade ihre Pistolen ziehen wollte, beschmiss Ernie sie mit vertrockneten Keksen und flüchtete in die dichte Men­schenmenge auf der Zeil........

Zurück blieben der Ghettoblaster, das Mikrofon und...

... eine "Roy White - Seine größten Hits" CD. Es war die glei­che, welche sie im Keller unterhalb des Schlagerwettbewerbs gefunden hatte. Wie kam dieser Keksfresser in Besitz dieser CD?

Sie ging zurück in den 3. Stock, um ihren Freund Lorenzo Trit­tino zu befragen, fand aber nur ein Schild vor:

*Musste dringend ins Skigebiet Hintertux/Austria*

Hier war nichts mehr zu holen. Sie ging zum Dach, nahm unterwegs die Schrotflinte und die Munition mit, legte den Hebel um und benutzte die Seilbahn........

*Partyman*

 

*Bernhard*

..., die sie für alle Fälle von der Euro-Zentralbank in Frankfurt bis zum Flughafen gebaut hatte.

Nach einigen Minuten eisiger Fahrt mit der Seilbahn kam sie endlich am Flughafeneingang an. Sie rannte sofort zu ihrem Privatjet und wollte losfliegen, aber da sah sie, dass dieser sabotiert wurde.

Wütend ging sie zum Geldautomaten, holte mit ihrer *******-Karte 5000 DM ab und ging zum Flughafenschalter.

Dort angekommen - und nach 40 Minuten Schlange stehen - konnte sie sich endlich ein Flugticket für den nächsten Flug nach Österreich besorgen. Aber wann ging der los???

Erst in drei Stunden.....

Was sollte sie bis dahin machen?

EGAL - sie wartete, fuhr ein paarmal mit dieser modernen Bahn von einem Terminal zum anderen und verspürte dann allmählich einen Druck. Sie ging auf die Flughafentoilette, und als sie beim Händewaschen nach oben sah, erblickte sie plötzlich einen Vorsprung. Neugierig, wie sie war, kletterte sie hoch und es machte rriiiiiiiingggggg. Ein Geheimnis? - wo könnte es liegen? Sie sah sich in dem dunklen Raum um, entzündete ihre letzte Fackel, und da lag es: zwei große Medipacks, die Uzis und 4 Päckchen Schrotmunition.

Sie ging wieder hinaus auf den Flughafen und schaute auf die Uhr - noch 1½ Stunden........

Weil sie Hunger verspürte, ging sie zum nächsten Eisautomaten und holte sich ein Magnum. "Dieser blöde Automat", schrie sie, "gibt kein Wechselgeld. Und ich habe einen 20-Markschein reingeschoben!" - ein Wucherpreis.

Während sie sich aufregte und gegen den Automaten trat, erkannte sie an der Seite vom Automaten einen kleinen, kaum zu erkennenden Hebel. Sie schob ihn nach unten und ca. zehn Meter von Automaten entfernt schob sich ein kleiner Spalt auf - direkt neben dem Feuerlöscher. Sie zwängte sich herein und nichts - man konnte einfach nichts erkennen, weil es einfach viel zu dunkel war........ und da sie keine Fackeln mehr hatte...

Sie zwängte sich zurück und suchte den ganzen Flughafen nach Fackeln ab... überall - nichts........ Doch dann kam ihr die wunderbare Idee, sie einfach zu kaufen... hier gab es doch überall Geschäfte... doch es gab kein Geschäft, das selbstentzündende Magnesiumfackeln verkaufte.

Da sah sie einen Mann, dem etwas aus seiner Tasche viel und was war das wohl - welch ein Zufall - ein 5er Pack Magnesiumfackeln...

Welch ein Glück dachte sie sich und kehrte zurück zur Spalte. Sie machte sich eine Fackel an, und was war da?? Kein Weg - alles umsonst? Sie versuchte irgendeinen Stein zu verschieben und tatsächlich - der letzte (wie immer) Stein, den sie versuchte zu schieben, ließ sich auch bewegen.

Dahinter lag ein kleines Wasserstück, und kurz entschlossen sprang sie hinein sie schwamm und schwamm, zog an einem Unterwasserhebel und endlich - LUFT!

Sie kletterte an der anderen Seite raus und holte erst mal wieder Luft. Die Fackel geht gerade aus, als sie plötzlich Schritte hörte. Sie machte sich erst mal eine zweite Fackel an und ließ sie sofort wieder fallen, als sie ihre Pistolen zog. Schon wieder Ratten.

Nachdem sie sie erledigt hatte, ging sie weiter - aber die Schritte waren immer noch da! - und da sah sie einen Typen, der aussah, wie einer von den Typen, die den Dolch damals bewachten........ sie holte ihre Schrotflinte heraus und schoss auf den finster dreinschauenden Wächter. Der kam sofort auf sie zu und schlug mit seinem Knüppel auf Larah ein. Nach vier Schüssen war er endlich erledigt und ließ ein kleines Medipack zurück, das sie sofort einsetzte.

Sie nahm ihre Fackel wieder auf und ging noch ein paar Meter weiter... dann stand sie am Ende des Ganges. "Hier muss doch irgend etwas sein", murmelte sie leise vor sich hin und sah auf dem Boden etwas im Dreck liegen. Es war eine "Roy White - Seine größten Hits"-CD. Groß war die Enttäuschung - das alles nur für so eine blöde CD, die sie ohnehin schon zweimal hatte???

Sie nahm sie mit, ging den Gang zurück, erledigte den auf sie zukommenden Hund und machte eine vierte Fackel an, schwamm zurück und zwängte sich schließlich durch den Spalt.

Sie schaute auf die Uhr - MIST!!! Nur noch 7 Minuten bis zum Abflug... In der letzten Minute kam sie am Gate an und checkte ein. Und da flog der Vogel auch schon ab........

Nach einigen Minuten kam sie wieder zu Luft und schaute die drei CD's an. Da entdeckte sie etwas: An der einen Ecke der einen CD war ein gelber Punkt. An der CD von Ernie war ein roter, und an der soeben gefundenen befand sich ein roter Punkt. Was hatte das zu bedeuten?... Konnte man die CD's irgendwie zusammenstecken? Sie erinnerte sich an die Geschichte mit dem Scion, die ja ähnlich verlief........ schließlich erinnerte sie sich an die guten alten Zeiten und schwärmte........

Plötzlich wurde sie aus ihren Gedanken gerissen....Denn was sie sah, erstaunte sie nicht wenig...Ernie Kekskuhn halb verkleidet als barx kildo und Lorenzo Trittino saßen nebeneinander und sprachen angeregt miteinander........ Waren die beiden unter einer Decke??? Auf jeden Fall versuchte Larah, besonders unauffällig zu sein, damit sie nicht entdeckt werden würde...

Als sie in Österreich ankamen, stürmte Larah als erstes wieder auf den Flughafen und sprang in ein Taxi - sie weiß ja, wo die beiden hinwollen........