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Level
3: AUSTRALIEN
Hier war es viel heißer als in Österreich, und Larah zog gleich mal zwei
von ihren drei Pullis aus und verstaute sie in ihrer Tasche. Um nicht
wieder ein Desaster zu erleben, steuerte sie sofort den Wechselautomaten
an und wechselte ihr gesamtes restliches deutsches und österreichisches
Geld in die hier benutzte Währung um.
Nachdem sie
das geschafft hatte und sie sich ihre Tasche vom Band holen wollte, bemerkte
sie, dass das Band kaputt war. Deshalb standen alle Fluggäste aus dem
Flugzeug um das Band herum und warteten. Auch die blonde Frau!!!
Larah bekam
zuerst ihre Tasche und sofort danach die Frau (aus dem Flugzeug per Hand
gebracht) (wieder so ein Zufall??!!). Sie folgte der Frau, die sich ein
Taxi nahm. Larah tat das selbe und sagte mal den Satz zu dem Fahrer, den
sie schon immer mal zu einem Taxifahrer sagen wollte: "Folgen Sie
diesem Wagen!" Eine rasante Verfolgungsjagd begann........
*bart
bukowski*
....... mit
quietschenden Reifen donnerte das Taxi quer durch die Straßen von Sydney
in Richtung Busch. Der mit einem "Aborigines-Kringelhaar-Tupet"
und einem Krokodilledertrenchcoat vermummte Taxifahrer gab sein bestes........
doch es sah ganz so aus, als ob sich der Abstand zum vorderen Taxi immer
mehr vergrößerte...
"Leg'
mal 'nen Zahn zu, Kleiner!" schnaubte Larah den Taxifahrer an, während
dieser versuchte, mit einem zerlegbaren Didgeridoo aus gelbem Plastik
- er hatte sich mit einem Filzstift lustige kleine Männchen draufgemalt
- sich den Weg "freizublasen"...
... doooooooooooohh,
dooooohhhhhhhhh, woahhhhhhhhhhhu-uuuuuu,........
...tönte es noch, als er in die Gruppe aus besoffenen, blinden Aborigines
- die sich aus Sicherheitsgründen im Entenmarsch hintereinander an den
Schultern haltend fortbewegten - hineinraste........
...broaaaaaaaaaaaaammmmmm,
spratzzzzzzzz, roahhhhhhhhh, schhhhhhhhhhhhhhhh........
Als sich
die Staubwolke langsam lichtete und Larah nach einem furchtbaren Alptraum...
(... sie
hatte geträumt, dass sie sich aus unerfindlichen Gründen in einen kleinen,
hässlichen, käkasähfressenden, gelb/orangefarbenen Gnom verliebt hatte,
der ihr auch noch einen Verlobungsring überstreifte - worüber sie sich
in diesem furchtbaren Alptraum wirklich freute!!!??? ........)
... wieder
zu sich kam, sah sie nur noch, wie eine Horde nackter Eingeborener den
Taxifahrer aus dem Auto zerrte und diesen in eine nahegelegene Höhle schleppte
(sie waren mittlerweile schon weit außerhalb Sydneys)...
... aus der
Ferne konnte sie noch beobachten, wie dem schreienden und zappelnden Taxifahrer
das "Aborigines-Kringelhaar-Tupet" vom Kopf rutschte........
... für den
Bruchteil einer Sekunde dachte sie etwas von seinem Gesicht erkennen zu
können, doch........ nein... das konnte nicht sein. Sie dachte nach, während
sie über die verstreuten Gliedmaßen der überrollten Blinden huschte.
Gerade als
sie sich in Richtung Höhleneingang vorpirschen wollte, um die Verfolgung
aufzunehmen, stolperte sie über einen Gegenstand...
... als sie
sich danach bückte, erkannte sie das "zerlegbare Didgeridoo aus gelbem
Plastik", auf das der dubiose Taxifahrer mit einem Filzstift diese
lustigen kleinen Figürchen gemalt hatte.
Als sie sich
diese Bemalung genauer anschaute........
Nein!?!........
das konnte nicht sein!!! Es waren Figuren, die sie aus einer TV-Show zu
kennen glaubte. Als sie näher hinsah, konnte sie erkennen, wie unter jeder
Figur - schon etwas unleserlich - Namen standen: Bert, Krümelmonster........
und........ ERNIE!!!!!!!!??????
Nun hatte
sie Gewißheit. Der Taxifahrer war........ Dietär Ernie Kähkshuhn, der
kleine häßliche Gnom aus Ihrem Alptraum!!!!!!!!!!!!!!!
Als ihre
Hände wieder aufhörten zu zittern (sie musste wieder an ihren schrecklichen
Traum denken), machte sie sich vorsichtig auf den Weg zur Höhle, aus der
grässliche,... widerwärtige,... schauerliche,... furchteinflößende Laute
drangen........
*bart bukowski*
*Hans*
Die schauerlichen
Laute kamen von Ernie, der auf dem Boden lag und strampelte. Auf seinem
Bauch saß eine blonde Frau und trommelte auf seine Brust: "Wo ist
barx, WO IST BARX???"
Larah gab
einen Warnschuß ab und rief: "Aufstehen und Hände hoch, alle beide!"
Die blonde
Frau erhob sich und sagte: "Hallo Larah, ich bin's, Pünktchen."
"So,
du bist also Pünktchen? Was machst du hier?" fragte Larah und merkte
zu spät, dass Ernie sich auf allen Vieren aus dem Staub machte.
"Also
das war so..." sagte Pünktchen und begann zu erzählen.
"Ich
hab das mit der Entführung mitbekommen und hab gleich bei Norbert nachgeschaut,
was los ist. Dann bin ich nach Hintertux gefahren und hab gedacht, ich
treff da jemand, der mir helfen könnte, ihn zu finden. Zufällig hörte
ich in der Hotelbar ein Gespräch zwischen diesem Übner und Trittino mit.
Da ging es um CD's und so'n Kram. Dann hab ich mit Übner geflirtet, um
mehr herauszubekommen. Hab aber nur erfahren, dass sie drei CD's verstecken
wollen - in LA, China und hier, hab aber keine Ahnung, warum. Deshalb
folgte ich diesem Übner und Ernie, der auch irgendwie in die Sache verwickelt
ist. Ich vermute, die haben barx entführt. Larah, du musst barx finden,
bitte." Pünktchen hatte Tränen in den Augen und Larah tröstete sie.
"OK,
Pünktchen. Ich such weiter nach barx.
Du machst
inzwischen folgendes:
1. Ruf bei
Norbert an und sag er soll meinen Learjet reparieren lassen.
2. Er soll
dann mit Bernhard zusammen nach Hintertux fliegen und die anderen aufsammeln
und herkommen.
3. Ruf bei
Toasterman an und sag ihm, er soll mir meine Kreditkarten zuschicken und
- ähh, dass es etwas später wird. Wir treffen uns dann alle im Hard-Rock-Café
in Syndney."
Zusammen
verließen sie die Höhle, und Larah machte sich auf den Weg ins Outback,
während Pünktchen nach Sydney trampte.
Larah war
schon ein ganzes Stück in der Wüste, als ein total durchgeknalltes Känguruh
auf sie zudonnerte, das sich allen Ernstes für Iron Mike hielt.
Larah zog
ihre Pistolen und stanzte mit einer Kungel dem Känguruh ein Loch in sein
rechtes Ohr, worauf das Känguruh "Scheiße" sagte und zu heulen
anfing. Larah ließ das total durchgeknallte Vieh zurück und wanderte weiter
in die Wüste.
Irgendwo
musste doch Ernie sein. Langsam wurde die Umgebung felsig, und Larah musste
wieder klettern, hüpfen und springen.
Sie verbrachte
zwei volle Tage damit, und ihr kam's fast vor wie damals in Nevada. Keine
Spur, kein Anhaltspunkt... die Lage schien aussichtslos.
Da fand sie
plötzlich eine Karte von Australien und einen merkwürdigen Schlüssel.
Sie kehrte um und marschierte Richtung Sydney. Vielleicht waren ihre Freunde
schon da und hatten neue Informationen.
Unterdessen
näherte sich ein Flugzeug der Stadt - mit einem komischen Haufen von abgedrehten
Typen an Bord. Die Stimmung in der Maschine war am Krachen, ein einziges
Geschrei und Gelächter. Hans hatte nämlich zufällig einen Kasten Bier
unter seinem Sitz gefunden und Franty ein paar Waffen.
Partyman
fragte in die Runde: "Sagt mal Burschis, worum geht's hier eigentlich?
Ich mein', was hat die Larah vor? Will sie die Entführer erschießen oder
barx?" Alle brüllten laut vor Lachen und schlugen sich auf die Schenkel.
Nach einer
Weile musste Hans an ein bestimmtes blondes Mädchen aus dem Sauerland
denken, und er fing an zu singen: "She's my woman in gold and she's
not very old - aha ha" Und alle fielen in den Refrain des uralten
Songs von Brontusaurus-Rex ein, und ein schauriges "Lalala lala la
la, lalala lala la la" ertönte über den Wolken.
Gott sei
Dank konnte Larah das nicht hören, denn sonst wär' ihr sofort klar geworden,
dass in TR4 kein Aas musikalisch war.
Ein Engel,
der auf seiner Wolke gerade auf Parallelkurs zum Learjet einschwenkte
und wirklich gut Harfe spielte, hatte nicht das Glück, das Gejohle zu
überhören und ließ vor Schreck die Harfe fallen. Diese landete mit einem
melodischen "plong" ausgerechnet auf dem saudummen Schädel von
dem durchgeknallten Känguruh. Aber das bekam keiner mehr mit.
Als Larah
endlich in Sydney ankam, hatten ihre Freunde aus dem Hard Rock Café schon
eine Achterbahn gemacht. Sie war froh über die Abwechslung und feierte
ausgelassen mit.
In späteren
Überlieferungen der Geschichte soll tatsächlich mal behauptet werden,
Larah hätte auf dem Tisch getanzt. Was zu einem endlosen Historikerstreit
führen wird, mit Argumenten wie: "Nie, niemals würde Larah sowas
machen, sie war schließlich eine Heilige!" und: "Gerade weil
sie eine Heilige war, war sie zu allem fähig." Aber das soll uns
hier nicht weiter stören, da das erst in ferner Zukunft stattfindet.
Am nächsten
Tag trafen sich wieder alle und beratschlagten. Man beäugte die Karte
und den seltsamen Schlüssel und irgendwer kam drauf, dass auf der Karte
ein kleines Kreuz direkt am Ayers Rock markiert war.
"Ok",
sagte Larah, "ihr bleibt hier und feiert noch ein bisschen, ich flieg'
mal kurz dahin und schau mir die Sache an. Wir bleiben in Verbindung."
*Hans*
*Annette*
Mit ihrem
gemieteten Corsamobil machte Larah sich auf in Richtung Flughafen.
Einer der
berühmten australischen sintflutartigen Regenfälle rauschte gerade nieder,
als Larah in die Auffahrt zum Privatfliegerterminal einbog. In einer
langgezogenen Rechtskurve passierte, was passieren musste... Larah hatte
es eilig und - sie hatte den Bindestrich zu lange gedrückt gehalten!!!
Das Corsamobil
gab mit einem kleinen, dreizylindrigen Seufzer auf und schlingerte unaufhaltsam
Richtung Grünstreifen. Larahs Augen wurden zu schmalen Schlitzen, und
mit unglaublicher Konzentration bekam sie das nach rechts und links ausbrechende,
kaum mehr zu kontrollierende Corsamobil wieder in den Griff! Sie touchierte
kurz die Leitplanke, kam quer zur Fahrbahn zum Stehen, knallte den 1. Gang
rein und brauste mit quietschenden Reifen weiter. Am Ende des Rollfelds
konnte sie schon ihren Learjet stehen sehen.
Mit einem
eleganten Schlenker brachte Larah die Büchse neben dem Flieger zum Stehen.
Sie schickte dem (Schutz)Engelchen, das mittlerweile dem Känguruh seine
Harfe wieder entrissen hatte und selig klimpernd über dem Mietwagen schwebte,
einen ihrer unvergleichlichen "Augenzwinker" zu.
"Norbert!"
hauchte Larah überrascht, als sie in den Jet kletterte. "Was machst
Du denn hier?"
Tatsächlich,
Supervisor Norbert saß schon am Joystick des Learjet! "Seit wann
kannst Du diese Maschine.....?" In seiner gewohnt charmant-zurückhaltenden
Art lächelte Norbert Larah an - smile - ohne ein weiteres überflüssiges
Wort. Tja, der Supervisor meldete sich eben selten zu Wort, aber ohne
ihn lief hier eigentlich gar nichts, das wusste jeder in TR4!
Wie erwartet
verlief der Flug reibungslos, innerhalb weniger Stunden kam der berühmte
Felsen in Sicht. Die Sonne ging gerade unter, während der Learjet zur
Landung ansetzte.
Larah hatte
gerade noch Zeit, sich die Karte und den Schlüssel zu schnappen. Es wurde
schnell dunkel, hier würde man bald die Hand nicht mehr vor Augen sehen.
Wie gut, dass sie die Maglite von Hans eingesteckt hatte. "Norbert,
ich sehe dich in 24 Stunden wieder. Sollte ich mich verspäten, ist irgendwas
schiefgegangen! Dann komm mir nach! Ich lass Dir meine Schrotflinte da.
Dauert zwar lange mit dem Nachladen, ist aber sehr effektiv!"
Und schon
stapfte sie durch die gold-rote Abenddämmerung auf den Ayer's Rock zu.
Und während sie stetig einen Fuß vor den anderen setzte, kam ihr ein Song
in den Sinn, den ihre Eltern ihr immer vorgesungen hatten:
Breeeeeenend
heißer Wüstensand
----- so
schön, schön war die Zeit -----
aaaaalle
Würstchen sind verbrannt
----- so
schön, schön war die Zeit -----
Ganz versunken
in diesen Rhythmus... stand Larah viel schneller als zuerst geglaubt direkt
vor dem steil ansteigenden Felsblock.
Sie ließ
ihren Blick schweifen. Leider stand der Kameramann mal wieder zu dicht
hinter ihr, und außer einem hin und her schwingenden Zopf und einem unscharfen
hellgrünen Shirt konnte man nichts erkennen.
Also dann
eben aufs Geratewohl los, dachte Larah, klemmte die Maglite zwischen die
Zähne und sprang aus dem Stand auf den ersten Felsquader.
Nach 97 weiteren
Quadern (und einem "schlappen" Geheimnis) zog sie sich mit einem
letzten Ächzen auf die Aussichtsterrasse. Ups, dachte Larah, da hätte
ich vielleicht doch auch den Aufzug nehmen können!
Mittlerweile
war es wirklich stockdunkel geworden. Neumond!!! Nur ganz am Ende der
Terrasse konnte Larah ein flackerndes Leuchten erkennen. Kleine Irrlichter,
die hin und her tanzten. Was ging da vor sich? Neugierig schlich sie sich
näher an das Geschehen heran!
Versteckt
hinter einem kleinen transportablen Souvenir-Shop warf sie einen vorsichtigen
Blick auf...... eine höchst seltsame Versammlung von Tasmanischen Teufeln!!!
Sie tanzten wie die Irrwische um ein Loch im Boden der Aussichtsterrasse
herum. Der Wirbelsturm, der dabei ausgelöst wurde, war ganz beträchtlich.
Nun drang
auch Musik an ihr Ohr... Meine Güte, sie hatte die Ohrstöpsel nicht dabei...
Sollte das ihr Ende sein? Und wofür war der Schlüssel, den sie sicher
an einem Lederbändchen um ihren Hals trug??? Im Schutz der Dunkelheit
richtete Larah den Strahl der Maglite auf die Karte mit dem eingezeichneten
Kreuz...
*Annette*
*Partyman*
... das Kreuz
markierte genau den Punkt, wo diese kleinen Biester umhertanzten.
Aus überdimensionierten
Lautsprechern röhrte ein traumatischer Keks-Song, wozu die Teufel, tanzend,
eine Art "Anbetungs-Ritual" durchführten.
Durch den
aufgewirbelten Staub konnte sie nicht alles erkennen aber... einige Teufel
hatten seltsame Tattoos auf ihren Rücken...
"Oh
je", seufzte Larah. "Das ist der erste australische inoffizielle
Dietär Ernie Kähkshuhn-Fanclub, der im Untergrund sein Unwesen treibt."
Sie hatte nie daran geglaubt, als sie die Story im letzten "Yps"
(im Zahnarzt-Wartezimmer) las. Dieser Fanclub ist bekannt für seine fanatischen
Keks-Feiern, Keks-Orgien und Keks-Verbrennungen.
Angeblich
wird diese "Organisation" aus dem Ausland
gesteuert. Im letzten "Yps" stand sogar, der Sponsor
dieses Australischen Fanclubs kommt aus der Bundesrepublik Deutschland.
Ob da auch dieser ZDYX unbekannt Hitparadenmoderator Übner dahinter steckt
?
Vertieft
in ihren Überlegungen merkte sie nicht, dass sich der kleine transportable
Souvenir-Shop aus dem Staub gemacht hatte und sie ohne Deckung war.
"Huluup...
laba laba... Dumba... aahuuuu... ahahuuuu... rief hektisch ein "Tasmanischer
Dietär Ernie Kähkshuhn Fan Teufel" und deutete auf unsere Heldin.
Sie war entdeckt........
Schnell zog
Sie Ihre Waffen - Seitenrolle - Schüsse fielen aus Ihren zwei Pistolen...
Abrollen... wieder Schüsse... Die Teufel griffen zu ihren Blasrohren...
Schüsse... abrollen... einige Teufel fielen getroffen, rot blutend, (wir
haben ja jetzt den Patch!) zu Boden........
Larah zuckte...
Sie war getroffen von einem Pfeil... Ihr Lebensbalken färbte sich "gelb"
und fing an zu blinken... Das Ende??
NEIN. "Jetzt
ist Schluß mit lustig", fauchte sie mit ihrem bekannten ernsten Gesichtszug.
Sie griff zum Medipack, zog ihre Desert Eagle. Umklammerte diese mit beiden
Händen und "nietete" einen Teufel nach dem anderen mit einem
gezielten Schuss um. Alle erledigt!
Es dröhnte
immer noch diese schreckliche Musik... Larah gab dem Ghettoblaster mit
seinen überdimensionierten Lautsprechern mit einen gezielten Schuss ihrer
Desert Eagle den Rest, aus den Lautsprechern klang noch der Song von Herbie
Gröni. den auch schon Bravo-Bübchen Olli der Knolli P. verramschte:
"Gib
mir mein Keks zurück, du brauchst meine Krümmel nicht... jeh eehheeer,
jeh eehhheeerrr du gehst... um so... bbrrrrrrrr... zisch... wwuiiiiiiiiihhhhhhh........"
Totenstille........
Plötzlich...
ein leises Summen... das immer lauter wurde... es kam aus dem Loch im
Boden. Larah ging langsam zwei Schritte zurück, als aus dem Loch mit einem
Getöse ein Wirbel heraus schoss. Der Wirbel riss alle toten "Tasmanischen
Dietär Ernie Kähkshuhn Fan Teufel" in die Luft. Traumatisch... so
etwas hatte sie noch nie gesehen... Mit einem lauten wuuiiiihhhhh... verschwand
der Wirbel mit den toten Teufeln, genauso schnell wie er gekommen war,
im Loch.
Stille...
in einem hohen Bogen, mit lauten Getöse, schoss aus dem Loch eine goldene,
verzierte Kiste zu Boden. Als sie sich der Kiste näherte........
*Partyman*
*Norbert*
... konnte
sie auf dem Deckel eine Inschrift lesen: "NICHT ÖFFNEN!".
Larah öffnete
sofort den Deckel, der nicht verschlossen war. Mit lautem Knarren klappte
sie den Deckel hoch und sah in die Kiste. Darin waren nur wabernde Nebelschwaden
zu erkennen, grauer, dichter Nebel. Plötzlich geriet der Nebel in Bewegung.
Eine Hand langte durch die Schwaden, eine Hand mit dicken, ekeligen Wurstfingern.
"Oh!"
sagte Larah und wich ein paar Schritte zurück. Ein weiser Entschluss,
stellte sie nur einen Moment später fest.
Denn der
Hand folgte ein Mann, ein Kleiderschrank von einem Mann, gekleidet in
eine schwarze, mit Nieten besetzte Lederjacke, schmuddelige Jeans, Cowboystiefel.
Er war bewaffnet bis an die Zähne. Revolver, Messer, Baseballschläger
ließen nicht gerade auf friedliche Absichten schließen.
Der Mann
sprang aus der Kiste und baute sich vor Larah auf. Die wich noch ein kleines
Stück zurück und musterte den Mann. Auffallend war - von dem massigen
Körperbau einmal abgesehen - sein mit schmierigen Haaren und einer Baseballmütze
bedeckter Kopf.
Das Wort,
das Larah auf der Mütze lesen konnte, erklärte das bedrohliche Auftreten
des Mannes. "ROB" stand auf der Mütze.
"Ach, mit dem werde ich locker fertig", dachte Larah.
Doch just
in dem Moment tauchten aus der Kiste zwei weitere Gestalten auf, ähnlich
der ersten. Die beiden anderen Rocker - es musste sich um welche handeln,
mutmaßte Larah - stellten sich neben dem ersten auf. Es unterschied die
drei nur wenig. Larah ließ den Blick von einem zum anderen streifen, von
links nach rechts. Irgendwas war aber da trotzdem, dass das furchteinflößende
Trio unterschied. Was war das nur. Noch einmal schaute sie die Schläger
genauer an. Ach ja, es waren die Aufschriften auf den Mützen, "ROB
- KILL - RAPE", die die drei Fettwanste unterschieden.
"KILL"-Mütze,
also der mittlere Mann, sah, dass Larah die Aufschriften las. "Jetzt
weißt du, was wir mit dir machen werden", sagte er mit einem breiten,
dreckigen Grinsen.
"Und
das ist unsere bevorzugte Reihenfolge: Rob, Kill, Rape", sagte "ROB"-Mütze.
"Schluck",
machte Larah und überlegte fieberhaft, wie sie die drei Fettnacken erledigen
könnte. Mit ihren Pistolen konnte sie da wenig ausrichten; wenn sie den
ersten erschießen würde, könnten währenddessen die anderen beiden sie
niederschlagen.
"Was
tun?" Larah erinnerte sich, dass sie noch ein paar Kekse in ihrem
Rucksack haben müßte. "Was wollt ihr von mir?" fragte sie. "Verschont
mich und ich gebe euch meine Kekse."
"ROB"-Mütze
lachte. "Kekse! Die kannst du mit den Würmern teilen, die dich bald
fressen werden!"
"Was
kann ich tun, damit ihr mich am Leben laßt?" fragte Larah.
"RAPE"-Mütze
machte einen Vorschlag: "Zeig uns was Geiles, dann ändern wir vielleicht
die Reihenfolge."
"Was
meint ihr", fragte er seine Kumpanen.
"Ja,
gute Idee", meinte "ROB"-Mütze.
"KILL"-Mütze
nickte. "Zeig uns einen geilen Tanz, dann werden wir dich nicht töten,
nachdem wir dich ausgeraubt haben. Wir werden die Reihenfolge ändern."
Die drei
tauschten die Plätze. "RAPE - ROB - KILL" konnte sie nun auf
den Mützen lesen. Und plötzlich sprang ein vierter Mann aus der Kiste
und stellte sich an das Ende der Reihe. Auf seiner Mütze stand: "AND
RAPE AGAIN".
"Tolle
Aussichten", dachte Larah. "Gut, ich werde euch einen Tanz vorführen,
einen heißen Tanz", sagte sie zu den vier Fettärschen.
Sie trat
einen Schritt zurück, dann wieder einen vor. Sie bückte sich und stand
wieder auf. Die Kleiderschränke grölten vor Vergnügen und Vorfreude auf
die Dinge, die sie mit Larah machen würden, nachdem sie ihren Tanz beendet
hatte. Nun drehte sich Larah dreimal im Kreis und sprang zuletzt einen
Satz nach hinten. Es machte leise "klick".
Larah griff
nach hinten zu ihrem Rücken und zog einen Raketenwerfer hervor, den sie
sofort auf die vier Gestalten richtete. Denen wiederum schoss das Adrenalin
in die Fettköpfe. Fassungslos starrten sie auf Larahs Waffe.
Larah lächelte
und sagte: "Nun habt ihr die Wahl zwischen "Kill, kill und kill.
Ach ja, und nochmal kill." Larahs Finger drückte den Abzug des Raketenwerfers
durch.
Mit lauten
Zischen verließ ein raketengetriebener Sprengsatz das Rohr. Nur einen
Augenblick später traf das Projektil "ROB"-Mützes Bierbauch,
der zusammen mit dem Sprengsatz detoniert. Die Sprengkraft reichte natürlich
aus, um den Rest der Schläger auch noch in tausend Fetzen zerreißen zu
lassen. Knochensplitter, Hautfetzen, Finger und andere nicht mehr brauchbare
Körperteile wirbelten durch die Luft, Blut färbte die Umgebung lila. "LILA
Blut?" dachte Larah und biß in einen ihrer krümmeligen Kekse. "Na
so was! Da will ich doch mal sehen, ob ich in der Kiste nicht auch noch
etwas Brauchbares finden kann."
........
*Hans*
In der Kiste
waren zwei große Medipacks. Larah konnte schon ahnen, was auf sie zukam.
Sie ging vorsichtig auf das Loch zu und spähte hinunter. *einfügenpfeildrück*
Sie kletterte hinunter. Das erste, was ihr entgegen kam, war - na klar
- eine Ratte.
Larah sprang
über sie hinweg, da sie das Tier nicht umbringen wollte, weil 1. Franty
in der Nähe war und 2. die Geschichte mit dem Känguruh zahlreiche Proteste
der Tierschützer zur Folge hatte, angeführt von Animal-Peace und dem Kleintierzüchterverein
"Mümmelmann e.V. Recklinghausen".
An dieser
Stelle sei erwähnt, dass es dem total durchgeknallten Känguruh gut geht.
Der Treffer der Harfe auf seinem Schädel bewirkte nämlich, dass es nicht
mehr glaubte es sei Iron Mike, sondern danach hielt es sich für Dolly
Buster und fummelte sich einen Opal in sein Ohrloch und machte Karriere
in einem Stripplokal in Melbourne, das vorwiegend von blinden, besoffenen
Aborigines aufgesucht wurde.
Larah musste
immer weiter in die Tiefe klettern, bis sie endlich in einen Raum gelangte,
in dem ein Safe stand. Sie probierte den seltsamen Schlüssel aus, den
sie um den Hals trug - und tatsächlich, der Panzerschrank ließ sich öffnen.
Darin lag eine CD von Roy White. "Aha", machte Larah und steckte
sie ein.
Larah betrat
den nächsten Raum, als auch schon ganz furchtbar auf sie geballert wurde.
Die Schüsse kamen von rechts, also sprang sie vorwärts machte eine Rolle
und schoss zurück. Es waren drei Männer, die da auf sie feuerten. Mit
ein paar Rollen rückwärts verschaffte sie sich Distanz, wie sie glaubte.
Aber sie landete mitten in einer anderen Gruppe von ziemlich üblen Gestalten.
Die ziemlich üblen Gestalten nahmen auch sofort das Feuer auf. Larah machte
nochmal eine Rolle und rannte mit gedrückter Turbotaste davon. Die Meute
hinter ihr mochte vielleicht zehn Mann stark sein. Sie liefen hinter ihr
her und feuerten aus allen Rohren.
Larah rannte
einen langen Gang entlang und konnte sich so einen guten Vorsprung herausholen.
Was sie jetzt brauchte, war Deckung. Im nächsten Raum sah sie schon von
weitem eine Menge großer Kisten herumliegen.
"Das
ist gut", dachte sie und hechtete gleich, als sie dort ankam, hinter
eine der Kisten. Auf der Kiste war ein Aufdruck: "Explosiv".
"Das ist schlecht", dachte sie nun, weil Explosives als Deckung
denkbar ungeeignet ist. Der ganze Raum war voll von diesen "Explosivkisten".
Larah freute sich schon diebisch.
Sie suchte
den Ausgang, der sich am anderen Ende des Raumes befand. Larah entzündete
eine Fackel und ließ sie neben einer Kiste fallen. Das Timing war perfekt.
Dann rannte sie wieder turobomäßig den langen Gang entlang, der hinaus
ins Freie führte. Als sie draußen war lief sie noch ein ganzes Stück weiter
um Abstand zu bekommen.
KRAAAWUUUUUUMMMM
machte es, und Larah wurde von der Druckwelle nach vorne geschleudert.
Sie federte den Sturz mit einer Hechtrolle ab und drehte sich sofort um,
um das Schauspiel zu beobachten.
Felsentrümmer und Leichenteile flogen durch die Luft - Blut, Rauch, Feuer,
Nebelschwaden. Ganz so wie sie es liebte. Ihr wurde warm ums Herz, und
ihr fiel ein altes Lied von Steffen Rammler ein, und sie sang leise vor
sich hin:
Feuerwerk,
purpurrot leuchtet der Erdenball...
Powerpilz,
schneeweiße Nebel im Donnerhall...
Firlefanz,
Freude schlägt Funken, die Herzen glüh'n...
Lichtermeer,
wo lodernde Flammen wie Blumen blüh'n...
Eine Spechtin,
die es furchtbar eilig hatte, weil sie dringend jemand taufen musste,
der seinen Namen verlegt hatte und ihn auf die schnelle nicht wiederfinden
konnte, kam daher geflogen. Trotz ihrer Eile bremste sie ihren Flug ab
und flatterte wie ein Kolibri auf der Stelle, weil sie doch nicht umhin
kam, ihre Nase in die Sache zu stecken, und schaute sich das Szenario
an, obwohl sie mit TR nicht soviel am Hut hatte und lieber mit FF7 rumkasperte.
Vorsorglich bespritzte sie Larah von oben mit ein bisschen Wasser und
piepste: "Hiermit taufe ich dich auf den Namen Killerqueen",
und flog von dannen.
Dass Larah
den Ayer's Rock gesprengt hatte, würde ihr noch Ärger mit Greenpeace einbringen,
während die örtlichen Touristikunternehmen später daraus Kapital schlugen
und kleine Trümmerstücke zu Wucherpreisen an die bekloppten Touristen
verscheuerten.
Larah flog
mit Norbert zurück nach Sydney. Als sie dort ankamen, erfuhren sie, dass
ihre Freunde sich am Strand befanden, und sie begaben sich dorthin. Hans
lag auf seinem Handtuch in der Sonne, Partyman stand mit zwei hübschen
Girls an der Bar, und die anderen tummelten sich im Wasser.
Norbert trommelte
alle zusammen und fragte: "OK, wohin als nächstes?"
*Hans*
*bart
bukowski*
Kaum hatte
er den Satz zu Ende gesprochen, wurde er durch ein lautes Gegröhle jäh
aus seiner Hochstimmung gerissen. Als er - sichtlich erregt - um sich
sah, konnte er erkennen, wie sich Dutzende dunkler Gestalten aus den tobenden
Wellen des Südpazifiks erhoben und auf ihn zu stürmten...
... wooooooooahhhhhhhhh,
grrrrrrrrrrrrabbbbbbahhhhhh, schmbaboooooooooooohhhh,........ tönte es
aus der Richtung der Wilden.
Larah sah
Norbert an, Norbert sah Partyman an, Partyman sah seine Girls an, als...
just in diesem Augenblick, eine Streitaxt - geschmettert von einer dieser
"dunklen Gestalten" - den BH samt Inhalt einer seiner Gespielinnen
hinwegfarzzzzzzte........
Nun war für
Partyman kein Halten mehr. Er zwinkerte - aus dem Augenwinkel heraus -
Larah zu, fasste entschlossen in seine Überlebenstasche (Medipacks, Munition,...
usw.), holte seine Packung SMARTIES heraus, und schmetterte die "Geschosse"
wild in Richtung Angreifer... welche plötzlich stehenblieben, und sich
- wild ausschüttend vor Lachen - begannen zu demaskieren!........
Norbert vermutete
eine Horde "wild gewordener Aborigines", die durch die Sprengung
des Ayer's Rock nun auf die Einnahmen der Touristen verzichten mussten
und deshalb stocksauer waren. Stattdessen - er traute seinen Augen nicht
- konnte er erkennen, wie sich der Anführer als Frau herausstellte...
und... er glaubte sie zu erkennen!........
Es war...
DOLLY BUSTER!!!!... mitsamt dem kompletten Drehteam zu ihrem neuesten
Video-Knüller: "Norbert im tiefen Tal der Supervixen"........
Als nun eine
Horde wild gewordener Pornodarsteller - angeführt von unserer "Ah,
Bäh oder Cäh-Dolly" - auf unsere Helden zugestürmt kam, stieß Larah
ein panisches "Oh, no!" aus, schnappte sich Norbert, Hans und
Franty und floh in Richtung Taxistand.
Als sie sich
im Taxi befanden, schnaubte Larah: "Los Mann, aber hurtig!"........
Entsetzt
musste sie feststellen, wie der Taxifahrer - wie paralysiert - in Richtung
DOLLY hechelte. Kurzentschlossen kickte sie ihn aus dem Wagen und preschte
mit quietschenden Reifen davon. Im Rückspiegel konnte sie noch erkennen,
wie sich die "DOLLY-HORDE" über den wehrlosen Taxifahrer hermachte
und ihn zu wildem SM-Sex zwang, was dieser - allem Anschein nach - nicht
überlebte.
Nachdem unsere
Helden den anfänglichen Schock überwunden hatten, machten sie sich auf
Richtung Flughafen, denn... Larah hatte in Dolly's "Ohrloch-Opal",
den sie ihr auf der Flucht noch entreißen konnte, eine "Micromessage"
ausgemacht die besagte, dass ein weiteres Geheimnis am Fuße des "DEVILS
TOWER" im Norden Amerikas auf sie wartet.
Entschlossen
machte sie sich mit ihren Gefährten auf den Weg ins Ungewisse........
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