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Level
4: AMERIKA - "Devil's Tower"
*Annette*
"Tja",
dachte Larah schmunzelnd während des Flugs Richtung USA, "was war
das wieder ein Kampf mit dieser halb-schlauen Co-Autorin von TR IV, die
mir mal wieder nicht abnehmen wollte, dass dieses Ding nicht Devil's Rock,
sondern Devil's TOWER heißt! Hätte die mich doch - statt nach Wyoming
- glatt nach Utah geschickt. Tztztz, wenn man sich nicht um alles selber
kümmert..."
Der Learjet
fegte ruhig über den Wolken dahin, und Larah räkelte sich in ihrem bequemen
Sitz und ließ einen Blick über ihre Truppe schweifen. Coole Kerle, sehr
brauchbar.
Bernhard
hockte über seinem Laptop und sah sehr konzentriert aus. Was macht der
Bursche da, fragte sich Larah. MGS oder etwa FF7??? Larah linste zwischen
den Sitzreihen durch. Nein, natürlich nicht, er arbeitete ihr gerade einen
brandneuen Cheat für eine Bazooka aus! "Wenn ich ihn nicht hätte",
seufzte sie und lehnte sich beruhigt zurück. "Ich werde ihn in Zukunft
"M" nennen."
Hinter ihr
ploppte es leise, dann folgte ein Zischen. "Clauseberger?" fragte
Larah nach hinten. "Nicht immer, aber immer öfter", antworteten
Hans und Partyman im Chor. Sie schlugen sich auf die Schenkel vor Lachen...
Mit einem
Hopser und einem Rumpeln setzte der Jet auf der Landebahn auf. "Scheiß-Waschbären!"
hörte man Norbert im Cockpit schnauzen. "Das ist genau das, was ich
an USA so hasse".
"Spart
Munition", rief ihm Bernhard zu.
"C ya
l8ter, Jungs!" Larah setzte sich schon in Trab. In einiger Entfernung
sah sie den Devil's Tower aufragen. "Wie ein riesengroßer Termitenhügel",
ging es Larah durch den Kopf. "Ich werde mir das mal aus der Nähe
ansehen."
"Action!"
schrie die Co-Autorin, "jetzt leg schon los, Baby, man nennt dich
nicht umsonst Killerqueen!"
Larah wechselte
von Trab auf Sprint und zog gleichzeitig die Uzis. Sie wählte den kürzesten
Weg direkt über den Campground, nach rechts und links spritzen verängstigte
Touris hinter ihre Zelte. Von einem Barbecue-Grill schnappte sie sich
im Vorbeilaufen ein Hüftsteak. "Traditionell keine Mittagspause",
seufzte sie und stopfte das halbgare Stück Fleisch in ihr Inventory.
Ok ok, hüpfen,
springen, ächzen, hochziehen, irgendeine Kraft zog Larah unwiderstehlich
in Richtung Plateau. Als sie oben ankam, merkte sie, dass etwas in ihrer
Tasche merklich zuckte und raschelte. Das Hüftsteak versuchte zu entkommen.
Larah stopfte es ein wenig tiefer ins Inventory.
Der Ohrloch-Opal
zog sie weiter. Sie holte tief Luft und schaute sich um. Der Opal piepste
in Richtung einer Felsspalte. Kleiner Spurt, etwas knapp links um die
Ecke gesteuert... Uhhh!!! (vor die Felswand gerannt) "Wusste ich
doch, dass da noch was anderes war, was mir aus TR 1 und 2 gefehlt hatte!"
Na endlich!
Hinter der nächsten Biegung sah sie schon die reich verzierte Tür. Genau
vor der Pforte plazieren, leichter Ausfallschritt zurück, Ohrloch-Opal
ausgepackt und mit beiden Händen eingesetzt - klick. Völlig geräuschlos
öffnete sich die Tür.
Pock, klappte
der Boden unter ihr um 45 Grad ab und runter ging's - einen laaangen Tunnel
hinab ins Halbdunkle. In letzter Sekunde erkannte sie die Pfahl-Falle,
setzte zu einem eleganten Sprung an und landete mit gezogenen Waffen.....
......mitten
in einer Schwarzbrennerei???
Ein Schäferhund
stürzte auf sie zu - jetzt musste das Hüftsteak zeigen, wofür es auf diese
Mission mitgekommen war. Es war ein ungleicher Kampf... Gegen Ende musste
Larah ein bisschen nachhelfen. Ein paar gezielte Pistolenschüsse reichten
aus. Das tapfere Hüftsteak aber hatte sein letztes bisschen Leben für
den Auftrag "rettet barx kildo" gelassen.
Schwarzbrennerei? Klar! CD-Schwarzbrennerei!! In einer Ecke des Raums
knipste Larah die Video-Leinwand an. Kurzes Flackern, über den schwarzen
Schirm flimmerten weiße Querstreifen. In wilder Hast schob Larah den Lautstärkeregler
nach unten, als sie merkte, dass sie ihre Ohrstöpsel während der Abfahrt
verloren hatte.
Als das Video
anfing, starrte Larah ungläubig auf den Monitor: Sie sah barx kildo! Er
war in einen Lehnstuhl gefesselt, Klebeband über dem Mund,... diese Perversen
hatten ihn gefoltert. Larah schob den Regler eine Winzigkeit nach oben
und verzog schmerzlich das Gesicht - mit Roy White Songs gefoltert! Und
auch noch ein Video davon gedreht! Hier war keine Sekunde Zeit mehr zu
verlieren. Unscharf erkannte sie an der Wand hinter der sich vor Abscheu
im Lehnstuhl windenden Grand Prix Hoffnung den Schriftzug *Hollywood Hype*.
Das war der Name eines Underground Musiklabels in LA.
In diesem
Moment hörte sie hinter sich ein leises Rascheln.
Ganz langsam drehte Larah sich um, Uzis im Anschlag....
*Annette*
*Partyman*
... ein Tibetanischer
Mönch in einer orangen Kutte kam aus dem Dunkeln auf sie losgestürmt.
"Halt!" schrie Larah und gab einen Warnschuss ab. Der Mönch
blieb erstarrt stehen.
Mönch: "Du
stirb im Namen von Tai Lingseng."
Larah: "Halt,
halt, (sie hatte ihre Uzis im Anschlag) wer bist du?"
Mönch: "Ich
bin Wang aus Hangtang in Tibet. Ich bin ein Tibetanischer Mönch zur Erhaltung
der Reinen Musikkultur."
Larah: "Wer?"
Mönch: "Vor
3000 Jahren haben sich die Jünger des Tai Lingseng zur Aufgabe gesetzt,
die Musikkultur rein zu halten. Wir entwickelten eine Musik-Maschine,
welche aus sechs silbernen runden Scheiben besteht. Mit dieser Musik-Maschine
kann man aus Untönen Töne erzeugen. Jede noch so gräusliche Musik wird
ein Ohrwurm. Jahrhundertelang haben wir dieses Geheimnis bewahren können.
Bis sie gestohlen wurde - von Dieben, so wie du."
Larah: "Moment,
sehe ich aus wie ein Dieb?"
Mönch: "Nein,
das stimmt - du siehst nicht aus wie eine von Übners Leuten."
Larah: "Übner? Dieser Schuft hat euch bestohlen?"
Mönch: "Übner,
ja Übner, ich bin gesandt worden um den Auserwählten zu suchen und zu
befreien!"
Larah: "Den
Auserwählten?"
Mönch: "Ja,
barx kildo, der Retter der Schlagerwelt. Übner weiß, dass barx ihm gefährlich
werden kann. Die Macht ist tief in ihm. Nur solange er mit Untönen gequält
wird, kann sich sein Talent nicht entfalten. So wie ein Schmetterling
im Wind....."
Larah (denkt):
"barx als Zitronenfalter? Wie niedlich."
Mönch: "Übner
will in den Besitz aller Roy White CD's gelangen - nur so kann er die
ganze Welt mit seinen Schlagersongs vollsülzen und dafür jede Menge Dollars
für Verträge, Auftritte und Plattenverkäufe kassieren."
Larah: "Würg,
fürchterliche Vorstellung, aber diese Roy White CD ist doch der letzte
Müll, da kann man doch Ohrenkrebs, Pickel und Kinderlähmung von kriegen,
wenn man diese CD's hört."
Mönch: "Ja,
auf jedem herkömmlichen CD-Player. Aber sobald alle sechs CD's in unsere
Musik-Maschine gesteckt werden, haben sie magische Kräfte."
Larah: "Aber
in Frankfurt beim Schlagerwettbewerb, da waren Kisten voll davon, im Keller..."
Mönch: "Schwarzpressungen,
sie stammen wohl von diesem Werk hier. Es soll auch noch andere Schwarzpresswerke
geben, die im Auftrag von Übner arbeiten. Übner versucht, falsche CD's
herzustellen, um sie mit unserer Musik-Maschine zu benutzen. Bisher ohne
Erfolg."
Larah: "A-ha,
jetzt wird mir einiges klar."
Mönch: "Nur
wer alle sechs originalen CD's besitzt und diese in unsere Musik-Maschine
einsetzt, der hat die Macht der Töne für sich."
Larah: "Woher
weiß ich, dass ich alle originalen CD's habe...."
Mönch: "An
den kratzfesten Punkten. Und solltest du alle sechs CD's besitzen und
Du legst Sie mit der Schrift nach oben übereinander, dann leuchten sie
leicht rötlich. Die CD's sollen auf verschiedenen Kontinenten versteckt
worden sein, nachdem Anfang der 80er Jahre die CD's von einem alten bärtigen,
zotteligen Altkleider-Lumpensammler gestohlen und mißbraucht worden sind."
Larah: "Von
wem?"
Mönch: "Sie
nannten sich später die Altkleider Family. Wohnten mit Flöhen und Ratten
auf einem Hausboot.... "
Larah: "Und
dann?"
Mönch: "Versenkten
sie selber im Drogenwahn das Boot, und die CD's wurden von einem Konkurrenz-Label
in Deutschland, Österreich, Australien, Amerika und China, versteckt."
Larah (denkt):
"Das deckt sich mit der Aussage des Wirtes in Hintertux."
Larah: "Mönch,
wo steht dieser Musik-Maschine? In eurem Kloster in Hangtang?"
Mönch: "Du
musst uns helfen die Welt......"
Weiter kam
der Mönch nicht mehr. Getroffen von zwei Schüssen in den Rücken sackte
er blutend in sich zusammen. Larah sprang seitwärts und zog dabei ihre
Uzis. Mit voller Wut schoss sie in die Richtung, wo sie den Schützen vermutete.
Keine Chance, der Unbekannte war weg.
Sie ging
zum Mönch, welcher aber wohl schon ins Nirvana eingetreten war. Hier war
nichts mehr zu holen. Auf dem Weg zum Ausgang hatte sie die Stelle gefunden,
von wo aus der unbekannte Schütze auf den Mönch geschossen hatte. Sie
schaute sich um. Patronenhülsen und...... eine Streichholzpackung mit
der Aufschrift *Hollywood Hype*. A-ha.
Sie steckte
die Streichholzpackung in ihr Inventory. In der Ecke lag noch ein Medipack
und Uzi Munition. Welche sie aber liegen ließ, weil Norbert ja in Australien
den Cheat-Modus aktiviert hatte.
Unsere Heldin
sprang und hangelte sich wieder hinauf bis zum Plateau........
*Bernhard*
...wo sie
den Opal wieder aus dem Loch herausnahm und sich die Falltüre wieder schloss.
Wo könnte denn nur diese verdammte CD, die in Amerika versteckt wurde,
versteckt sein???
Plötzlich
hörte sie Schritte - war es der Typ, der auf den Mönch geschossen hatte???
Sie konnte ihn beobachten... er eilte eine Geheimtreppe nach oben und
Larah folgte ihm.
Nach kurzer
Zeit war der Mann auf dem Dach angekommen, und Larah ging soweit hoch,
dass sie zwar ihn, aber er nicht sie sehen konnte. Was machte er denn
da? Er lief wild herum, auf dem gesamten Tower-Dach, und stieg dann schließlich
nach 20 endlosen Minuten endlich in den auf dem Dach stehenden Helikopter
ein und flog davon.
Sobald er
außer Sichtweite war, wagte sich Larah auf das Dach und schaute sich um.
Sie fand ein kleines Medipack, Munition für ihre verschiedenen Waffen,
den Granatwerfer (hääääh????? dachte sie sich), und zehn Stinger-Raketen.
Das Medipack und die Munition nahm sie mit.
Als sie den
Granatwerfer aufheben wollte, dachte sie dann "Wieso zwei Granatwerfer
haben, wenn ich sowieso nur einen zur gleichen Zeit benutzen kann???"
und reagierte nun genauso, als wenn sie einen Schlüssel in ein nicht passendes
Schlüsselloch stecken möchte - und zwar mit einem dezentem "NO!"
Die Raketen
ließ sie auch liegen, denn was sollen ihr die Raketen ohne einen Raketenwerfer
nutzen??
"Was
hat sich dieser blöde Autor bloß dabei gedacht?? Das hat mich jetzt wieder
so viel Zeit gekostet!!"
Sie schaute
sich um, und da sie nichts mehr fand ging sie betrübt zur Geheimtreppe.
Betrübt??
Ja - erstens, weil sie jetzt nicht wusste, wo sie nach der CD suchen sollte,
denn Amerika ist nicht gerade klein. Zweitens, weil ihr der Typ entwischt
ist und drittens, weil ihr das ganze Treppengesteige nichts gebracht hat,
denn sie hatte genug Munition, dank dem netten Cheat... und Raketen -
wofür brauchte sie die??? Die Sprengkraft dieser Stinger-Raketen wäre
viel zu groß, und sie würde selbst verwundet werden... also... hat nichts
gebracht - und dazu kann es Larah überhaupt nicht leiden, so viele Treppen
zu laufen... Alles in allem: ES HAT NICHTS GEBRACHT! :-(
Gerade als
sie schweren Schrittes das Treppengeländer erreichte, hörte sie etwas:
*schrabschrabschrabschrab schrabschrabschrab schrabschrabschrabschrabschrab*
Der Helikopter
kam zurück!!! Vielleicht war doch nicht alles aussichtslos! Schnell versteckte
sie sich, aber dann hörte sie die Durchsage aus dem Helikopter:
"Es
ist aussichtslos!!! Ich habe dich gesehen - ich habe dich sogar schon
vorhin im Treppengeländer bemerkt... ich wollte dich nur herauslocken...
und jetzt kann ich dich sogar mit meinem integrierten Maschinengewehr
erschießen... Endlich haben wir dann Ruhe vor dir und deiner Neugierde........"
rattttttatttattatatataatattat
- die erste Salve kam auf sie zugeflogen, und sie kam aus den Seitwärtsrollen
nicht mehr heraus... Dann suchte sie Deckung, holte ihre Uzis heraus und
schoss auf den Helikopter... nicht die geringste Wirkung... dann die letzte
Möglichkeit: der Granatwerfer - peng - flupflup, peng - flupflup, peng...
sie schoss erstmal vier Granaten in Richtung Helikopter, die aber auf
halben Wege nach unten flogen........
"Du
kannst mich nicht aufhalten - und du kannst dich nicht ewig verstecken",
grölte es aus dem Lautsprecher.
Plötzlich
musste Larah voller Entsetzten feststellen, dass ihr Energiebalken so
geschrumpft ist, dass man ihn schon gar nicht mehr sah... sie nahm ein
Medipack und speicherte vorsichtshalber... danach kam sie aus Versehen
auf oder und dann geschah es: Überall nur Flimmerpunkte, und man konnte
gar nichts mehr erkennen......Was war nun geschehen... NEIN!!
Sie holte
die unten aufgesammelten Streichhölzer aus ihrer Tasche und schnitzte
- mittlerweile schon fast nicht mehr auf der obersten Treppe liegend -
so eine Art Schraubenzieher und fummelte kurz an der Kamera, die hinter
ihrem sich hin- und herschwingenden Zopf befand, herum. Endlich wieder
freie Sicht!
Nur gut -
denn jetzt kam die zweite Salve vom Helikopter und traf das Gerüst des
Treppenhauses. Wohl oder übel: Sie musste aufs Dach gehen, denn das Gerüst
fing an einzustürzen...
Auf dem Dach
machte es plötzlich in ihrem Rucksack klackklack - aber sie wusste nicht,
was da los sein... kurzentschlossen schaute sie nach und - ein Wunder
- da war eine neue Waffe drin!! Nur leider konnte sie nicht erkennen,
was das für eine Waffe ist... sah irgendwie aus wie eine Kreuzung von
einer Panzerfaust und einem Raketenwerfer... was sollte sie damit... die
Panzerfaust ist viel zu kurz und der Raketenwerfer - wozu brau........
Moment...
EIN RAKETENWERFER??????? Das ist es! Sie rannte - so schnell, wie sie
konnte - vorsichtshalber ein Medipack bereithaltend - auf die andere Seite
des Daches und sammelte die Stinger-Raketen auf... Kurzentschlossen stopfte
sie eine in die "Raketenfaust" und fragte sich, wie das komische
Ding funktionieren sollte... plötzlich kam die nächste Salve aus dem Helikopter
und kurz bevor sie Larah traf, sah Larah mit Schrecken, das ihre Energieanzeige
leer war... sie nahm das Medipack und wurde voll getroffen... sie dachte
schon, es wäre aus, und sie erinnerte sich, dass sie ja zum Glück gerade
erst gespeichert hatte - aber dazu kam es nicht... das war wohl das beste
Timing, das Medipack zu nehmen, das es überhaupt gab... denn hätte sie
die Salve getroffen und sie hätte keines der Medipacks benutzt, würde
sie nicht mehr mit schreckverzerrtem Gesicht hinter dem Vorsprung kauern,
sondern... naja darüber... naja ihr wißt schon.... Denn normalerweise
hätte diese Salve das dreifache der Energie auf einmal bezogen... das
musste sie sich merken: Wenn sie ein Medipack nimmt und ein lebensbedrohlicher
Schlag, Schuss oder ähnliches trifft zur gleichen Zeit ein, dann besteht
zumindest die Chance, dass ihr nichts passiert... War wahrscheinlich nur
ein Fehler in der Programmierung... aber jetzt auch egal!!!!
Sie kam auf
einen grünen Knopf, und da erschien ein Laseranvisierstrahl, den sie jetzt
aber nicht brauchen konnte, da der Helikopter viel zu weit weg war, für
dieses... sie probierte weiter: sie drückte den violetten Knopf und eine
andere Anvisierungstechnik kam hervor... die war perfekt, da man fast
kilometerweit mit der Technik sehen konnte... sie visierte den Helikopter
an und drückte auf den roten Knopf, auf dem ein "F" war.
Plötzlich
wurde sie drei Meter nach hinten geschleudert, und sie sah nur noch eine
rotgelbe Flamme Richtung Helikopter fliegen... knapp an ihm vorbei! Aber
jetzt wusste sie wenigstens, wie es funktionierte... sie visierte an,
bemerkte aber, dass ihre Hände zu sehr zitterten... Sie legte sich auf
den Boden und klemmte die Waffe zwischen Boden und Kinn... dann schoss
sie... VOLLTREFFER!!!!!... das tat sie noch zweimal und dann fing der
Helikopter an zu rauchen........
Man hörte
eine Stimme aus dem Lautsprecher rufen: "SCHEIßE!!!" und ein
weiterer Schuß ließ sie den Helikopter nun endgültig zerstören... Nun
klingelte ihr Handy und Bernhard war dran.
Bernhard:
"Na - hast du meine Bazooka schon eingesetzt - und ist sie überhaupt
angekommen????"
Larah: "Bazooka???
Ich habe keine Bazooka bekommen!!"
Bernhard:
"WAS??? Und ich habe doch alles so genau berechnet - MIST! Muss ich
halt nochmal von vorne anfangen..."
Larah: "Aber
ich habe eine andere komische Waffe bekommen... so 'ne Art Mischung aus
Panzerfaust und Raketenwerfer........"
Bernhard:
"Ah - dann ist ja meine Bazooka doch angekommen!!!"
Larah: "Was
*lach* - eine Bazooka soll das sein???? Du weißt wohl nicht, was eine
Bazooka ist...??? Das ist aber nur gut so!"
Bernhard:
"Wieso das denn???"
Larah: "Weil
ich gerade eine Auseinandersetzung mit einem Helikop-ter mit eingebautem
Maschinengewehr oder sowas hatte!"
Bernhard:
"WAS????? Wie hast du das denn gemacht??? Und ich wollte dir jetzt
gerade erklären, wie man sie benutzt!"
Larah: "Ja
- ich weiß, ist schon recht kompliziert...!"
Bernhard:
"Naja - wenn man sich damit auskennt gar nicht mal so... Also: wenn
du den blauen Knopf........"
Larah: "Erkläre
mir das nachher, wenn ich wieder da bin - wo sind eigentlich Hans, Partyman
und Norbert???"
Bernhard:
"Ach, die schauen sich das Ausmaß des Bombenanschlags an..."
Larah: "BOMBENANSCHLAG???"
Bernhard:
"Ja - als du dich mit dem Helikopter vergnügt hast... sind hier unten
ca. 500 Meter neben dem Devil's Tower vier Bomben explodiert und haben
zwei große und wichtige Gebäude getroffen... naja - ist ja auch egal...
dich braucht ja nicht zu interessieren, was die Gangster hier in Amerika
so treiben..."
Larah denkt:
"UUUUPS - war ich das etwa????" und sagt: "Ja - da hast
du recht... ich muss mich auf die CD's konzentrieren....wo seid ihr gerade?"
Bernhard:
"Immer noch da, wo wir vorhin schon waren...*smile*"
Larah: "Gut
- sag den anderen, dass wir uns dort in 1,5 Stunden treffen... zu einer
"Vollversammlung..."
Bernhard:
"OK - wird gemacht... viel Glück noch..." Klack.
Larah wollte
sich gerade überlegen, als sie einen Fallschirm am Himmel bemerkte, der
langsam, aber sicher auf das Dach des Towers zukam... Oh nein... das ist
der Typ, der mich umbringen wollte... aber vielleicht kann ich ihm ein
paar Informationen entlocken... Wieso kommt er denn jetzt erst herunter??
War die Druckwelle denn so stark???
Der Fallschirm
näherte sich immer mehr und Larah zückte gleich mal ihre Uzis um ihn ins
"Verhör" zu nehmen. Als der Fallschirmspringer auf dem Dach
landete........
*Bernhard*
*Hans*
....sprang
Larah sofort auf ihn zu und bohrte ihm eine Uzi in sein linkes Nasenloch.
Das tat dem Kerl verdammt weh und er jaulte auf. "Wer bist du und
wer sind deine Auftraggeber? Rede, du Schweinebacke!" zischte Larah.
"Ich
bin nur ein kleiner Handlanger, Übner ist der Boss. Er will dich umbringen."
Dem Typ liefen Tränen aus den Augen vor Schmerz und Larah bohrte die Uzi
tiefer in sein Nasenloch.
"Wo
finde ich ihn? Und wo habt ihr barx versteckt?" Larah's Stimme klang
so feinfühlig wie eine Kreissäge.
"In
Hollywood, in der Noway-St'eet Nr. 5. Da ist eue' bescheue'te' ba'x und
auch Ubne' ist do't." näselte der Typ. Larah steckte ihre Waffen
weg und schubste den Handlanger des Todes vom Plateau. Dann machte sie
sich auf den Weg zurück.
Im Campground
angekommen, sah sie ihre Freunde an der Campbar, und es stieg schon wieder
mal eine Party. Hans erklärte dem Barkeeper, dass man Bier nicht in Pisspötten
und Eimern serviert, sondern in schmalen, schlanken Gläsern. Der Barkeeper
begriff das sofort und antwortete mit einem fröhlichen: "f--- you".
Hans drehte sich um und forderte eine bezaubernde, dunkelhäutige Schönheit
zum Tanz auf, die ihn schon ein ganze Weile fasziniert angestarrt hatte.
Partyman turtelte mit zwei Indianermädchen, Franty ölte seine Waffen,
und Norbert ging hinter die Bar und drehte die Musik lauter. "I can't
get noooo... saaatisfaction..." dröhnte es aus den Boxen.
Im nahe gelegenen
Wald fühlte sich eine Grizzlybärin beim heißen Sex mit ihrem Grizzlylover
gestört und unterbrach das Liebesspiel, um dem Lärm ein Ende zu bereiten.
Der Lover nutzte die Pause zu einem kleinen Nickerchen, und die Bärin
stürmte wütend in die Campbar. Sie hob schon ihre Pranken, als sie Partyman
sah, der sie anstrahlte und mit einem freundlichen "Servus Schnecki"
begrüßte.
Larah zog
automatisch ihre Waffen. Franty schrie "Nein!" und Larah entschied
sich, die Bärin leben zu lassen und statt dessen den Barkeeper abzuknallen.
Aber Norbert winkte ab und meinte, dass es saudumm wäre, wenn sie sich
ihre Getränke selbst einschenken müssten.
Die Bärin
schaute total verdutzt und verliebt auf Partyman und trottete dann zurück
zu ihrem Liebhaber und legte sich neben ihn. Sie starrte verträumt zu
den Sternen und oben am Himmel, der kleine Bär, schlief auch nicht mehr.
Am nächsten
Tag flogen sie dann nach Hollywood. Norbert ließ sich die Flugroute durchgeben,
und sie bekamen einen komplizierten Flugplan, da der Luftraum mal wieder
überlastet war und überall schlechtes Wetter angesagt war. Sie flogen
durch milchigen Nebel und Norbert musste sich voll auf die Instrumente
konzentrieren.
Hinten saß
Bernhard und legte die FF7-CD ins Laufwerk seines Laptops, während Partyman
mit irgendeiner Schnecki telefonierte. Das war zuviel für die Bordelektronik,
und sie gab mit einem zzzzzzzzzz den Geist auf.
Norbert fluchte,
alle Instrumente waren ausgefallen. Kein Funk, kein Ortungssystem, nichts
ging mehr. Larah saß neben ihn und holte schon mal für alle Medipacks
aus ihrem Inventory.
Da tauchte
vor ihnen im Nebel die obersten Stockwerke eine Hochhauses auf. In dem
Hochhaus stand ein Mann an einem offenen Fenster. Norbert riss das Cockpitfenster
auf und schrie: "KÖNNEN SIE MIR SAGEN; WO ICH HIER BIN?" Der
Kerl im Hochhaus brüllte zurück: "JA. IN EINEM FLUGZEUG!" Darauf
riss Norbert die Maschine in eine scharfe Rechtskurve und landete nach
drei Minuten sicher auf dem Flughafen von Seattle.
Larah war
ganz erstaunt und fragte. "Wie hast du denn das jetzt gemacht?"
Norbert erklärte
gelassen: "Ganz einfach. Ich hab dem Kerl im Hochhaus eine einfache
Frage gestellt. Und er hat mir eine einfache und vollkommen richtige Antwort
gegeben, mit der ich allerdings nichts anfangen konnte. Und da wusste
ich, wir sind bei Mikrosaft in Seattle, und von da aus kenn' ich den Weg."
Sie ließen
den Learjet überprüfen. Larah hatte endlich mal wieder Zeit, nach ihren
E-Mails zu schauen. Da war eine Mail von einem Bill Bates. Larah las sie
ihren Freunden laut vor.
>>
Liebe Larah,
ein Mitarbeiter
hat ihren Jet hier in Seattle gesichtet und da kam mir spontan der Einfall,
Sie einzuladen, um folgenden Vorschlag zu diskutieren:
Wir haben vor, die Mission Megahart, die wir mit Interesse im Internet
verfolgen, in unserem Hause zu programmieren. Selbstverständlich mit allen
bekannten und beliebten Hilfen, die 95 % der Computer-User zu schätzen
wissen. Z.B. mit einem Hinweisfenster vor jedem Schuss: "Sind sie
sicher, dass sie schießen möchten? J/N" und vor jedem gefährlichem
Sprung: "Das könnte zu einem schweren Ausnahmefehler führen. Wählen
Sie Ignorieren oder Abbrechen." Die Anwendung wird dann auf jeden
Fall geschlossen.
In der Hoffnung
auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, erwarte ich sie in unserem MS-Gebäude.
Hochachtungsvoll
Bill Bates <<
Und die Stimmung
war wieder voll am Dampfen.
Larah sagte:
"Partyman und Hans, ihr übernehmt das, ok?" und reichte ihnen
ihre Bazooka. Nach einer halben Stunde, als sich der letzte Staub über
den Trümmern des Mikro-Saft-Gebäudes in Seattle gelegt hatte, startete
Norbert den Jet wieder und weiter ging es nach Hollywood.
*Hans*
*Annette*
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