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Level 8 Kreta

Am Hafen keine Spur von Übner. Mehrere Fischer tummelten sich am Hafenbecken.
Tumulte... Larah begab sich Richtung Innenstadt, als ihr von hinten jemand eine Hand auf die Schulter legte. Larah direkt die Uzis im Anschlag: "Ist was?"

"Hey, locker bleiben" sagte eine in dunklen Kutten betuchte Person. "Ich bin Don Martin, Cybill schickt mich ich habe die Pic's."

"Welche Pic's?" fragte Larah staunend.

"Die Pic's aus Ägypten, die Care Design unbemerkt rausgeschmuggelt hat. Du weißt schon. Ich soll sie dir geben, als Beweis."

"Ja stimmt, Hans sagte was davon, dass wir nicht alleine in Ägypten waren." Plötzlich musste sie an letzte Nacht denken. Hans... Partyman... in Gedanken versunken........

"Hier ist die Disk" sagte Don Martin, "Ich muss weiter."

Larah konnte sich noch nicht einmal bedanken. Don Martin war verschwunden.
Ihr Blick ging langsam von der Diskette, welche sie fest in ihren Händen hielt, nach oben, als sie in einer kleinen Seitengasse vor einer Taverne... ja, das waren sie.... Hans... Partyman. Mit großen Schritten ging sie auf die zwei zu.

"Hey Jungs...."

Partyman: "Lalal lal lal"

Hans: "Partyman hat es erwischt!"

Larah: "Was ist passiert?"

Hans: "Er hat nur einen Schluck aus dieser Flasche mit diesem Getränk genommen... so hat der das gemacht..."

Larah: "Hans, NEIN!"

Hans: "Lal lal lal"

Larah: "Das darf doch nicht wahr sein..."

Partyman: "Lalal lal lal"

Hans: "Lal lal lala"

Larah: "Verdammt was mache ich jetzt bloß mit den zwei?"

Partyman: "Lal lala lal... plooooooooooooooop... upps ... Hi Schnecki, was macht du denn hier?"

Larah denkt: Ich hasse das, wenn er mich Schnecki nennt!

Partyman: "Mann, was war denn das ? Wo ist den der Rest der Raiders?"

Larah: "Norbert und Bernie sind auf dem Weg hierher. Was ist denn passiert?"
Partyman: "Du Schnecki, ich habe nur einen Schluck von dem Getränk hier probiert und..."

Larah: "NEIN, Partyman..."

Partyman: "lal lala lal"

Hans: "lal lall"

"Verdammt, was hat das mit dem Getränk auf sich? Was mache ich mit den Jungs? Ich muss Costa Krokodilis finden .."

*Partyman*

 

*Annette*

"Erstmal muss ich die beiden Schnapsnasen hier sicher unterbringen" murmelte Larah vor sich hin, "sonst such ich sie nachher wieder stundenlang, bevor es weitergehen kann."

Sie schnappte sich Hans und Partyman, und zerrte sie - jeweils rechts und links hinter sich her schleifend - die enge Treppe ins obere Stockwerk der Taverne. Ab ins erste freie Doppelzimmer, zur weiteren Unterhaltung ihrer eisenharten Begleiter ein Fässchen vergleichsweise harmlosen Ouzo dazugestellt und die Tür von außen abgeschlossen.
"Sssuuiii, Lllllallaaraaa" hörte sie es noch unscharf hinter sich brabbeln, "isss dasss ewwaaa jezz allssss gewsssn fr unsss in disssm Lewwel???"
"Na wartet, Jungs, hierüber unterhalten wir uns in der nächsten Runde nochmal", zischte Larah, während sie im Laufschritt aus der Schenke rannte und so ganz nebenbei die Flasche mit dem absolut umwerfenden Gebräu in ihr Inventar steckt.

Der erste von den Fischern, über deren ausgelegte Netze Larah am Hafen nun stürmte, schimpfte wütend hinter ihr her. Larah blieb wie angewurzelt stehen, drehte sich langsam um, schob ihre Sonnenbrille nach oben und ging auf ihn zu.

Der kleine, fette Mann im fleckigen, ölverschmierten, hellblauen T-Shirt klappte den Mund wieder zu. Naja, diese Frau war etwa anderthalb Köpfe größer als er - und so hinreißend ihr Anblick auch war, ihre funkensprühenden Augen erzählten eine andere Geschichte. Sein Blick wanderte über Larahs Waffenarsenal... Pistolen, Shotgun, Uzis, M16........

"Kalimera, meine Verehrung, Madame", stotterte er... "Wie kann ich Ihnen behilflich sein? Ich hätte da auch noch ein paar andere Netze, die unbedingt betrampelt werden müßten..."

"Ich brauche dringend, wirklich außerordentlich dringend ein Motorrad, Du hast da nicht irgendeine Ahnung, wo ich hier eins kriegen kann?"

Larahs Ton war nicht sehr ermutigend, und der kleine Fettsack fühlte seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt, als er sah, wie diese Frau nun auch noch die rechte Hand ganz unverbindlich an ihren Pistolengurt legte.

"Ähm, ja, ganz zufällig..." (*verdammte Touristen, werden auch immer dominanter*) "ganz zufällig habe ich da einen Cousin, den Georgios, der hat da ein wunderbares Maschinchen, ist schon was älter, aber'n echter Klassiker..." Larahs Hand strich nun wie zufällig kurz über die Uzi........

"Selbstverständlich wäre der Georgios bereit, die zu verleihen" brabbelte der arme Kerl nun immer schneller, wischte sich ein paar Schweißtropfen von der Stirn und rannte mit "Wenn Sie mir nur bitte folgen wollen, Madame, zufällig habe ich den Schlüssel zu seiner Garage", auf einen verfallenen Schuppen zu, der nichts Gutes verheißen ließ.

"Mein Gott", seufzte Larah während der Typ mit dem riesigen Vorhängeschloß kämpfte, "ich wollte doch nur die Adresse von einem verdammten Motorradverleih". Aber als sich die wackeligen Brettertüren endlich mit einem leisen Knarren in den Angeln öffneten, wollte sie ihren Augen nicht trauen....

Das nenne ich wahrhaftig eine Sleeping Beauty, staunte sie, während sie langsam auf die im Halbdunkel stehende Norton Streetfighter zuging.
Larah drückte dem völlig überraschten Fischer, der damit gar nicht mehr gerechnet hatte, ein großes Bündel Geldscheine in die Hand "Eine Frage noch, ich muss auf dem kürzesten Weg zu Costa Krokodilis..."
Keine zwei Minuten später war sie unterwegs, mit einem der schönsten Motorräder der Welt auf einer der schönsten und kurvigsten Straßen der Welt... Hey, barx kildo, wir kommen der Sache näher, schmunzelte Larah, machte die Augen schmal und legte sich nach rechts in die Kurve. Sie ließ die Maschine sanft wieder aus der Schräglage kommen und zog das Gas auf... schon war die nächste Biegung da, runtergeschaltet, abgebremst, links um dem Berg herum, viel zu schnell tat sich im Pinienwald eine Lichtung auf und das Anwesen von Krokodilis tauchte auf........

Larah brachte die Streetfighter lautlos zum stehen, schaltete den Motor aus und schob sie über den weichen Waldboden rückwärts zwischen eine Gruppe von Pinien, um sie vor neugierigen Blicken zu verbergen. Die Nadeln knirschten unter den Reifen, das Harz roch süßlich in der brütenden Hitze, und in der plötzlichen Stille war nur noch der Gesang der Zikaden zu hören.

Sie war gerade ein paar Schritte an das Haus herangeschlichen, als sie laute Geräusche hörte. Im gleichen Moment fiel ihr Blick auf eine in der Einfahrt stehende Vmax. Uhhh, nicht gerade geschmackvoll, dachte Larah, grimmige Killeroptik, aber nicht viel dahinter... Im Schutz der Bäume näherte sie sich dem Hintereingang - und jetzt verstand sie plötzlich, was hier vor sich ging........

Übner war ganz kurz vor ihr bei Krokodilis angekommen. Der arme Costa lag bewußtlos auf dem Teppich und dieser Saukerl Übner durchwühlte wie ein Wahnsinniger die Tonbänder - auf der Suche nach der Demo von barx kildo. Er hockte vor der Anlage und ließ fluchend immer wieder ein neues Band kurz anspielen.

"Der Tag ist wirklich fast zu schön für das, was Dich nun erwartet, Baby Übner", grinste Larah, während sie mit einem gut gezielten Schuß aus der Harpune (wusste doch, dass ich die noch mal brauche) die Stromleitung zum einsam gelegenen Haus kappte. Das Tonband jammerte langsam seinem spannungstechnischen Stillstand entgegen, und Übner sprang verwundert auf. Aber in letzter Sekunde hatten sowohl er als auch Larah erkannt, dass das hier das gesuchte Demoband war........

Übner riß das Band aus dem Laufwerk, und spurtete mit einer für seinen ungelenken Körper überraschenden Geschwindigkeit auf die Einfahrt zu. Aber Larah war schon auf dem Weg zu ihrer Streetfighter. Mit einem bösartigen "Schätzchen, mach Dich auf was gefaßt" ließ sie den Motor brüllend zum Leben erwachen. Das Hinterrad grub sich tief in den weichen Waldboden ein und die Erde spritzte nur so nach hinten, als sie auf die Straße schoß und hinter Übners Vmax her.

Übner raste - ständig beschleunigend - bergab auf die erste Kurve zu. Dritter, vierter, fünfter Gang... fast unwirklich hörte sich in dieser idyllischen Landschaft das Heulen der Motorräder an, und Larah legt sich flach auf die Streetfighter, um den Abstand zur Vmax zu verringern.

Die erste Spitzkehre war schon da, Übner ging schwer in die Bremsen, sein Hinterrad tänzelte leicht.

Larah war mittlerweile dicht auf, beschleunigte noch einmal, da war schon die nächste Kurve da. Sie konnte spüren, dass Übner sich mittlerweile gehetzt fühlte, er bremste sehr spät, warf die Vmax hart um die Ecke.

Die Serpentinen folgten nun immer dichter aufeinander. In der darauffolgenden Kehre geriet Übner weit nach außen, er stürzte sich in letzter Sekunde in die Schräglage, beim anschließenden Gas geben hob das Vorderrad leicht ab.

Die Straße bot nun eine etwas längere Gerade, und Larah nutzte diese Gelegenheit, um rechts neben Übner zu ziehen. Beide preschten nun mit unglaublicher Geschwindigkeit nebeneinander auf die schmale Landstraße entlang. Ihr Blick fiel auf den Killschalter... Ich könnte ihm den Killschalter... dieser Gedanke zuckte wie ein Blitz durch ihr Gehirn. Doch in diesem Moment sah sie im Augenwinkel, wie Übner anfing, an seiner Jacke herumzufummeln... Ein Sonnenstrahl fiel auf kalten Stahl und Larah wusste nun, worauf Übner hinauswollte.

Als sie die Streetfighter hart abbremste und sich zurückfallen ließ, um die nächste Biegung zu nehmen, sah sie, dass Übner viel zu lange an seiner Waffe herumgemurkst hatte. Er raste unausweichlich auf die steil aufragende Felswand zu. Keine Chance zu bremsen, kein Ausweichen mehr möglich.

Zweiter Einsatz für die Harpune heute, schoss es Larah nur noch durch den Kopf, ein perfekt gezielter Pfeil zwischen die Speichen, und in hohem Bogen flog Übner von der Maschine, die nur Sekundenbruchteile später mit einem ohrenbetäubenden Kreischen und Knirschen am Felsen zerschmetterte.

Larah hatte ihr Motorrad zum stehen gebracht - das Demoband schepperte ihr direkt vor die Füße - während Übner sich im dichten Gebüsch laut fluchend mit der inseltypischen Botanik bekannt machte. Ein Glück, er mault noch, atmete Larah auf, steckte das Demoband ein und verabschiedete sich mit einer kleiner Staubwolke in Richtung Ort.

Als sie an der Taverne ankam, hörte sie schon durch die geöffneten Fenster ihre Freunde, die dem Fässchen Ouzo gerade mit lauthalsem "Jammas" den Garaus machten. Partyman und Hans ging es wieder besser, sie hatten den vorherigen Unzurechnungsfähigkeits-Zustand gegen eine dagegen geradezu gesunde Trunkenheit getauscht, Norbert und Bernhard unterstützten sie mit griechischen Gesängen und Sirtaki-Tänzen nach Leibeskräften, und Larah wurde von allen stürmisch begrüßt. Die Meldung von zwei Leichtverletzten in den Bergen der Insel wurde weitergeleitet, und Larah arrangierte die Verschiffung ihres neu erworbenen Schätzchens.

"Jungs, ich kann mich ja gar nicht trennen, von diesen traumhaften Kurven, aber ich glaube, wir müssen nach Bali..."

*Annette *

 

*Hans*

Larah ließ sich dazu überreden, noch eine Nacht zu bleiben, und sie feierte noch eine Weile mit. Sie dachte, dass es in Anbetracht des Alkoholkonsums ihrer Begleiter doch ratsam erschien, wenn sie sich vor der Weiterreise ihren Rausch ausschliefen.

Als sie in ihr Zimmer ging, fiel ihr auf einmal dieser komische Don Martin wieder ein. Sie kramte die Diskette aus ihrem Rucksack und legte sie in ihr Notebook.

Cybill hatte ein paar Pics geschickt, und Larah startete neugierig das Programm. Es waren Satellitenaufnahmen von Kairo, und in der Vergrößerung sah man deutlich, wie sie sich als Mönche verkleidet mit Übners Schlägertruppe prügelten. Aber da waren noch andere Typen auf der Aufnahme. Typen, die an den Häuserblocks rumlungerten und ihnen interessiert zuschauten, aber selbst in Deckung blieben, so als wollten sie sich aus allem raushalten.

Das konnten doch nicht Übners Leute sein, dachte sie. Sie war gerade im Begriff, zu den Jungs ins Zimmer zu gehen und mit ihnen darüber zu reden, als ihr einfiel, dass das zu dieser Stunde etwa soviel Sinn machte, wie wenn sie mit einem Rudel Lemuren über Heisenbergs Unschärferelation diskutieren wollte, als es an ihrer Tür klopfte. *Klopf*
Larah zog ihre Magnum und öffnete vorsichtig. Ein vollkommen unauffällig gekleideter Herr, im grauen Anzug, offenem grauer Trenchcoat, grauer Krawatte und grauem Hut stand vor ihr. Er hatte eine Zeitung unter dem Arm geklemmt, die er ganz unauffällig lesen konnte, wenn er gerade mal besonders unauffällig erscheinen wollte. Eine dunkle Sonnenbrille machte seine Tarnung perfekt, und Larah musste zweimal hinschauen, damit sie ihn überhaupt sah.

"Gestatten, mein Name ist Cottonfields. Jerry Cottonfields. Kann ich Sie einen Augenblick sprechen?" begann der Typ mit leicht amerikanischem Akzent.

"Um was geht es denn?" fragte Larah leicht genervt, da sie im Augenblick keine Lust auf Gespräche mit total unauffälligen Leuten hatte.
"Es handelt sich um wichtige Informationen, die ich von ihren Mitarbeitern noch nicht mal unter Einfluß von Drogen in Erfahrung bringen konnte", sagte er, und eine leichte Entrüstung war in seiner Stimme zu hören. "Ich bin mit den Nerven am Ende, und Sie müssen mir helfen, Larah."

Larah ließ den Kerl eintreten und fragte verblüfft: “Mitarbeiter? Drogen? Informationen? Was soll das alles?"

Jerry Cottonfields lies sich erschöpft auf einem Hocker nieder und Larah setzte sich zu ihm. Müde begann er: "Also ich bin Jerry Cottonfields."

"Das sagten sie bereits." brummte Larah.

"Aber ich bin der Jerry Cottonfields, der total geheime Jerry Cottonfields, Agent beim CIA. Niemand kennt mich, so geheim bin ich. Aber ich werde nicht mehr lange beim CIA sein, wenn Sie mir nicht helfen, Larah. Seit Wochen verfolgen und beschatten wir Sie, aber es ist uns bis jetzt noch nicht gelungen herauszufinden, was Sie über die ganze Sache eigentlich wissen. Über Huwe Übner und seine Leute wissen wir genau Bescheid. Auch über die Russenmafia und die tibetanischen Mönche. Die Musikmaschine und barx kildo. Wir wissen alles, nur nicht, was Sie und ihre Mitarbeiter wissen. Und wir brauchen das, für unseren Bericht. Ich habe schon versucht, zwei ihrer Mitarbeiter unter Zuhilfenahme einer Wahrheitsdroge gesprächig zu machen, aber ich fange mit den Informationen nichts an. Ich bin total am Ende, deshalb habe ich mich entschlossen, meine Tarnung aufzugeben und Sie ganz einfach zu fragen."

Larah zischte wütend: "Dann haben sie Hans und Partyman den komischen Trank untergejubelt?"

Jerry Cottonfields wand sich unter ihrem strengen Blick und sagte: "Ja, es tut mir ja leid und die ganze Sache hat auch gar nichts gebracht. Offensichtlich haben die zuviel von dem Zeug abbekommen. Als sie in ihrem Zimmer lagen, schlich ich mich rauf und wollte sie verhören. Aber der Lange erzählte mir ein paar Kochrezepte und wo man den besten Rostbraten essen könnte. Dann kam eine Aufzählung von Kneipen, wo das Bier frisch ist, die Mädchen jung und hübsch sind und der Wirt einem Kredit gewährt. Und dann noch ein paar, ähhh... äußerst interessante Ausführungen über Frauen... ähm, ja. Bei dem Kleineren war es dann noch viel schlimmer. Der erzählte orgiastischen Partys und Schneckis und dann allerdings auch ein paar... ähhm höchst aufschlußreiche Details über das andere Geschlecht, wie man zum Beispiel bei blonden Frauen..."

"Hören sie auf, ich kenne das alles. Bin ja schon eine Weile mit ihnen zusammen", unterbrach ihn Larah gelangweilt. "Erzählen sie lieber, wieso sich die CIA um die ganze Sache kümmert."

Jerry Cottonfields räusperte sich und fühlte sich wieder in seinem Element. "Larah, sie ahnen ja gar nicht, welch ein Bedrohung das ganze für den Weltfrieden im allgemeinen und für die amerikanische Wirtschaft im besonderen ist. Wenn es ihnen nicht gelingt, die letzte CD zu finden und diese unheimliche Musikmaschine zu zerstören, werden wir über kurz oder lang nur noch banale Einheitsmusik zu hören bekommen. Und die Völker werden sich erheben und aufeinander losgehen, weil sie sich ihrer eigenen Musik beraubt fühlen. Es ist von äußerster Dringlichkeit, dass sie die Maschine zerstören. Und trauen sie den tibetanischen Mönchen nicht, die stecken mit den Schotten unter einer Decke, die die Welt mit Dudelsackmusik überschwemmen wollen um sie sich somit gefügig zu machen."

Das blanke Entsetzen überkam Larah und ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken. "Mein Hauptanliegen war eigentlich die Befreiung von barx kildo, aber wenn wir die Welt retten können, helfen wir natürlich gerne."

Jerry Cottonfields atmete erleichtert auf und sagte: "Vielen Dank, Larah. barx kildo befindet sich zur Zeit an Bord eines Flugzeuges, das morgen um 22.00 Uhr auf Bali in Singaraja landen wird. Wir hätten das mit der Musikmaschine ja gern selbst erledigt, aber wir können in Tibet nicht so ungehindert auftreten. Aber ich kann ihnen ein paar erstklassige Leute zur Verfügung stellen, um barx kildo aus den Händen dieses Übners zu befreien."

"Danke, das mache ich mit meinen Leuten" sagte Larah.

"Mit dem Haufen?" Cottonfields deutet mit dem Daumen über seine Schulter in Richtung des Zimmers, in dem man die übriggebliebenen Raiders kräftig schnarchen hören konnte.

Larah wurde wütend und fauchte: “Das sind alles Experten auf ihrem Gebiet...." als ihr ganz kurz die Frage durch den Kopf schoss, auf welchem Gebiet Partyman und Hans eigentlich Experten waren. Sie kam aber nicht gleich auf eine befriedigende Antwort und beschloss, den Gedanken aufzuschieben und bei nächster Gelegenheit hervorzuholen und darüber nachzudenken.

Als Jerry Cottonfields endlich gegangen war, legte sie sich noch ein paar Stunden hin, weckte in der Frühe ihre verkaterten Jungs, und sie machten sich auf den Weg zum Flughafen Iraklion.

Während des Fluges informierte Larah ihre Jungs über das, was Jerry Cottonfields erzählt hatte.

Norbert sagte: “Larah, das ist doch schwammig. Glaubst du dem Kerl?"

Larah erwiderte: “Er hat mir bestimmt nicht alles gesagt. Wo hat Cybill eigentlich die Fotos her? Am besten wäre, sie würde so schnell wie möglich nach Bali kommen. Ich befürchte, das unser kompletter Nachrichtenverkehr abgehört wird." Und so schrieb sie eine kurze E-Mail an Cybill und bat sie nach Bali zu kommen.