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Level 2

Mombasa

Schließlich landete die Maschine in Mombassa und alle Raiders stiegen aus.

Lara war fest entschlossen, diesen Stein und seinen Besitzer zu finden. Erstens brauchte sie etwas zu tun und zweitens hatte sie mal wieder eine unbändige Lust, die Welt zu retten.

Sie überlegte zusammen mit den anderen, was nun zu tun wäre.

Uwe, Partyman, Hans, bart und Norbert wollten am liebsten sofort die nächste Kneipe aufsuchen, doch Lara war strikt dagegen. Sie wollte, solange es noch hell war, sofort in den Dschungel und die Absturzstelle suchen. Das hieß wahrscheinlich, das alle ein paar Tage im Wald bleiben müssten und alle protestierten aufs heftigste.

"Dann haben wir doch gar nichts zu trinken!" jammerte Partyman

"Dann müsst ihr euch eben ein wenig zurückhalten- aber bitte, von mir aus könnt ihr gerne was mitnehmen, wenn ihr soviel schleppen wollt!" meinte Lara.

"Vielleicht treffen wir ja unterwegs auf eine Urwaldkneipe oder sowas!" versuchte Uwe die Sache aufzuheitern. "Jo, bestimmt."

Und so machten sich die Raiders auf den Weg in die unendlichen Weiten des Dschungels.

Nach einiger Zeit Fußmarsch begannen aber doch schon die ersten zu murren.

"Wie lange wollen wir denn noch hier rumlatschen? Und wir wissen doch noch nicht mal, wo wir überhaupt hinwollen?" sagte Norbert

"Ja, aber ich bin sicher, dass wir ganz in der Nähe sind!" meinte Lara und schaute auf ihren Kompass- es war komisch, denn die Kompassnadel tanzte unbestimmt herum.

So eine Störung konnte nur durch ein großes Magnetfeld eingeleitet werden. Und das konnte sein, da Lara nicht glaubte, dass dieser Flugzeugabsturz natürlich war.

Sie trieb ihre Truppe noch ein Stück weiter vorwärts und bald standen sie auf einem Hügel von dem sie in ein tiefes Tal blicken konnten.

Und es sah so aus, als wenn dort unten die Überreste eines Fliegers lägen. Nur war die Frage: wie kamen sie da unbeschadet runter?

Aber sie waren ja alle hart im nehmen und wagten den Abstieg. Es ging nur langsam voran, aber es ging.

Kaum waren sie unten angekommen lief Lara zu dem Wrack des Flugzeugs. Sie untersuchten alles, doch es waren keine Leichen zu finden. Nichts- auch kein Blut.

Und das war das mindeste, was sie hätten finden können, denn das, was vorher mal ein stolzes Flugzeug war, war jetzt nur noch ein Haufen Blech.

Doch was sie alle noch stutziger machte, war das die Leute von der Polizei die Maschine nicht gefunden hatten. So versteckt war es nun wirklich nicht. Naja, wenn man eben nicht gründlich genug sucht.

"Ey, Leute- schaut mal!" rief Urmel und hielt eine Pfeilspitze hoch.

"Oh, Oh- ich glaube die Eingeborenen waren schneller als wir diesmal." meinte Bart

"Dann werden wir denen jetzt einen Besuch abstatten." sagte Lara

Und wieder ging es los- weiter in den Dschungel rein.

Die Jungs sagten kein Wort mehr, denn irgendwann würden sie die Chance bekommen, ihre Woize Vorräte auszulöschen.

Doch dazu sollte es erst später kommen. Denn auf einmal blieb Lara stehen, zückte ihr Uzis, drehte sich um und meinte zu den anderen, dass sie leise sein sollten. Nun waren alle leise und man hörte nur das zwitschern der Vögel in den Bäumen.

Irgendwas jagte zwischen den Bäumen hin und her. Und dann gab Lara das Zeichen zum laufen- alle rannten los und vor einer Horde hungriger Tiger weg.

Die Raiders rannten was sie konnten und ballerten auch immer wieder in die Meute herein, doch irgendwie nütze alles nichts.

Dennoch war Hilfe da. Ein paar Eingeborene vertrieben die Tiger mit Blasrohren und Fackeln. Die Raiders waren in Sicherheit und konnten sich ausruhen.

Die Einheimischen hatten die Tiger verjagt und kamen nun auf Lara und ihre Truppe zu.

Sie luden die Raiders ein, mit in ihr Dorf zu kommen. Das Angebot wurde natürlich angenommen. Doch die männlichem Mitglieder der Raiders waren sich nicht sicher, ob sie da auch nur einen Tropfen Woize sehen würden. Eben- andere Länder- andere Sitten.

Dennoch gingen sie guten Mutes mit den Eingeborenen mit. Denn schließlich war überall da, wo sie waren Party.

In dieser Zeit war die wilde Hilde auf der Suche nach Informationen, wo ihre Lieblinge denn hin sein könnten. Aber keiner gab ihr Auskunft.

Es war aber auch zu ärgerlich, dass sie nicht nach der Handynummer gefragt hatte. Nun würde sie sich ganz alleine durchbeißen müssen. Aber was tut man nicht alles, für ein bisschen Liebe?

*Kathi*

 

*Bart*

Hilde fletschte ihre kronenbestückten Zahnstumpen.

"Verflucht! Fffffffffttt....., wo treibt sich dieses verdammte Pack herum????" flüsterte sie, während sie lüstern an Hans dachte.

Behutsam schlich sie in Richtung des Tiegergebrülls. Als sie die Schüsse hörte zuckte sie genußvoll zusammen.

"Meine Kinder. Sie sind schon da!" hauchte sie, wärend sie sich mit ihrem Zeigefinger zitternd über die ausgetrockneten Lippen fuhr.

Die "Raiders" folgten den Eingeborenen. "Ich hab´ kein gutes Gefühl bei der Sache!" kam es Partyman über die Lippen, während er den Anderen zum 25. Mal mitteilte, dass er er seine "Schneckie" unheimlich liebe.

"Ich liebe meine Tanni auch!" lächelte Hans, während er bei dem Gedanken an "Die Wilde Hilde" sichtlich zusammenzuckte.

"Die Liebe, ja die Liebe..." seufzte Uwe, der mittlerweile huckepack auf seiner "Urmel" saß und mißtrauisch die Umgebug musterte.

Plötzlich ein Schrei. "Aaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhh.............." kam es aus bart´s Richtung während die Anderen zusammenzuckten.

"Seht doch!.........

.....ein Schleifstein!!!!...grrrrrrrrrrmmmlllllll, farrrrrrtzzzzzzzzzz.....

...endlich kann ich mir meine Zähne wieder spitz zuschleifen! Whooooppieeeeeeeee.........."

rief er wie von Sinnen und zeigte in Richtung eines Skeletts, das vermutlich einmal ein Aspacher Messerschleifer war, der an dieser Stelle mit seinem Mofa in die Hände von Kanibalen geriet.

"Humba, baba, barumba!" brüllte der Anführer der Eingeborenen.

"Wadda, haddn, Du denn da!" erwiederte Jens ungläubig.

Staunend verharrten die Raiders. Vor ihnen tat sich ein Anblick auf, der Ihnen den Atem verschug.......

 *bart bukowski*

  

*Uwe*

 ...stolz öffnete der Häuptling den Eingang zu seiner Hütte und sie standen vor einem großen undefinierbaren Automaten. Seltsame Schriftzüge befanden sich darauf.

Einer lautete "Geldrückgabe" ein anderer "Hier Schlüssel zum Auffüllen stecken" *Häää*

Hans sagte: "Hat mal jemand ne Mark?"

"Nee, nur ein 500 Lire-Stück, is aber genauso groß, probier's mal" erwiederte Urmel. Hans versuchte sein Glück... es machte klirr, er zog an einer Schublade und heraus kaum ein rotes Päckchen mit der Aufschrift "KittKack"

Partyman sagte, sich den Bauch vor Lachen haltend, zu Hans: "Have a break...have a KittKack *gröhl*"

"Oh Mann", sagte Bart, hätte das kein Luftinger-Weißbier-Automat sein können?

Nachdem die Sache mit dem Automaten gekärt war, versuchte Hans nun irgendwie Woize zu organisieren. Er ging zum Medizinmann *eigentlich logisch* und fragte diesen immer wieder "Du wisse Woize?? -- Du wisse Woize??" Der Medizinmann zuckte mit den Schultern. Hans machte nun wilde Trinkgesten. Das verstand der Medizinmann und brachte einen flaschenartigen Behälter, den er Hans unter die Nase hielt. Hans roch daran und sackte mit einen *URGGLUMPFBITTENICHT* in sich zusammen. Er war in einem komatösen Zustand verfallen (Was Hans und der Medizinmann nicht wußten, war die Tatsache, dass der Drüsensaft der gemeinen Baumbeutler-Rübenwanze [und dieser Saft befand sich in der Flasche] und das Parfüm, das Hilde an dem Abend im Alaska-Schnecken-Single-Treff getragen hatte, bis aufs Molekül genau identisch waren. Hans war einfach von seiner Erinnerung eingeholt und in die Magengegend getreten worden).

Die anderen kamen dazu und versuchten ihren Freund wieder auf die Beine zu bekommen. Nichts half, bis Partyman eines der Notdosenwoize aus seinem Rucksack holte und den Verschluß öffnete. Bei dem Geräusch öffnete Hans schlagartig die Augen (Bart und Uwe blickten auch sofort Richtung Partyman)! Partyman sah, das der Job getan war und belohnte sich selbst indem er sich das Woize auf Ex reinschlorkte! Wilde Proteste der anderen folgten!

Währenddessen hatte Uwe mal kurz mit seinem Nokia-Communicator ein bißchen im Web gesurft... bei der Hotline von Luftinger-Weißbier wurde er fündig! "Ha wußt ich's" doch sagte er zu sich selbst "die liefern doch auch wirklich überall hin". Per Onlinebestellformular orderte er mal schnell 5 Kisten helles Hefe (für Bart, Partyman und sich selbst) und 5 Kisten Kristall (für...Hans). Zehn Minuten später warf eine Cesna die kostbare Fracht direkt über dem Dorf per Fallschirm ab. Irgendwie war aber irgendetwas falsch gelaufen, denn statt der 5 Kisten Kristall waren es ein Kasten Klausberger bleifrei, aber immerhin mit Eisbarren auf dem Kasten. Hans war einem weiteren Komaanfall nahe...

Lara hatte unter dessen nochmals die Hütte des Häuptlings untersucht, der einem weißen Forscher, der gerade reingeschneit war gerade die Brille zerbrach, aber sie hatte Wichtigeres zu tun als sich jetzt um einen solchen Hirni zu kümmern. Merkwürdig! Neben dem KittKack-Automaten lagen zwei Fäden auf dem Boden, ein blauer und ein *nein, das konnte nicht sein* ROTER...unmöglich! In TR gab es noch nie einen roten Faden, also warf sie das Teil weg. Der rote Faden wurde durchsichtig und verschwand für immer.

Aber der andere blaue Faden. Lara wußte, dass nur männliche *odersolche,dieesseinwollten* Massai solche Fruchtbarkeitsfäden bei sich hatten. Kalimba mußte hier im Dorf gewesen sein, oder er war es sogar noch...

 *EXW²-Uwe*

 

*Partyman*

 .... Lara drehte sich um und schaute die Raiders an. „Ich glaube wir müssen....“, ihre Stimme verstummte als Sie in die Runde schaute. Der Kasten alkoholfreies Klausberger war verschwunden UND Partyman auch.

Dunkle Wolken zogen am Himmel auf... Verdutzt schauten sich die Raiders, Ihre Klammotten flatterten im aufkommenden Wind umher, an....

 *Partyman*

 

 *Annette*

Während sich die Welt um den kleinen Kral drehte, den die Raiders zu ihrem vorübergehenden Domizil gemacht hatten, passierte ganz in der Nähe etwas sehr wichtiges, das dem geneigten Leser nicht vorenthalten werden darf....

Die wilde Hilde hatte inzwischen ihr wichtigstes Utensil hervorgekramt - den "Kleinen Handtaschenratgeber für Urwaldreisende". Und der hatte sie mit einem überaus wichtigen Rat versorgt....

Der Drüsensaft der gemeinen Baumbeutler-Rübenwanze war nämlich nicht nur ihrem geliebten Parfüüüm *örks* zum verwechseln ähnlich, sondern stellte sich nun auch für ihre gesamt Taktik als unglaublich wichtig heraus! Zur richtigen Zeit an den richtigen Stellen angebracht erlaubte er seinem Aufträger, sich für ein paar Stunden eine neue äußere Gestalt zu geben.... *whoooaaaaa*

Kleine Stinkwölkchen kräuselten sich gelblich auf der Lichtung, die die Hilde sich für ihre Aktion ausgesucht hatte. Sie war unglaublich aufgeregt, es war ihr erster Versuch mit BBRW-Drüsensaft... ein Tüpfchen hier, ein Tüpfchen dort.... ihr wurde etwas schwindelig....

Als der Dunst sich wieder lichtete, war die Hilde nicht mehr die Hilde..... sie war jetzt.... Latz! "Uppsa" dachte Latz, und schaute an seiner vor allem um die Hüften etwas eng geratenen Lederkombi hinunter, eigentlich wollte ich doch Lutz werden... Lutz mit dem "nichts-geht-über-Hubraum" 1,3 Liter Mopped. (Den doofen Heiner hatte sie schon lange hinter sich gelassen). "Irgendwas hat wohl mit den Auftragpunkten des BBRW-Drüsensafts nicht gestimmt", jammerte Latz vor sich hin, während er seine 2-Meter-Gestalt langsam in Richtung des klapprigen Mofas bewegte, der statt der blutroten XJR aufgetaucht war.

Aber - wer hätte es gedacht - das Mofa hatte zwar nicht das exquisite Äußere der Yammi, aber es hatte irgendwie doch den fetten Motor erwischt. My God..... was für ein Geschoss....

Tja, womit wir wieder im Eingeborenen-Dörfchen angelangt sind - denn die dunklen Wolken, die aufgetaucht waren, das waren die Auspuffgase von Latz' 1300 Kubik- Mofa, und auch der aufkommende Wind.... war der Fahrtwind dieses Superbikes.

Die Raiders schauten sich verdutzt um, als hinter ihnen mit einem unglaublichen Getöse der blonde Latz auf dem Versammlungsplatz des Dorfs auftauchte und sein Mofa mit einem absolut sehenswerten Stoppie zum stehen brachte.

Hans rannte sofort auf ihn zu und schrie "Hast du meinen Freund Partyman gesehen, ist mein Woize-Freund, hatte mal einen Schnurrbart, weißt Du, außerdem ist er mal mit einer Phantom gerollt, weißt Du, der mit den vielen Schneckies, weißt Du, und *schluchz*.... er ist wie vom Erdboden verschluckt...." Hans hielt die Luft an und wurde grün im Gesicht. "Mir ist plötzlich nicht gut", flüsterte er. Er wusste nicht, dass der Geruch des BBRW-Drüsensafts, der ihm in die Nase gestiegen war, diese Reaktion ausgelöst hatte.

Lara legte ihm die Hand auf die Schulter und schob ihn etwas zur Seite. Sie ging einen Schritt auf Latz zu, der sein tückischstes Honigkuchenpferdgrinsen aufgesetzt hatte und sagte mit einem interessierten Blick auf die geniale Rennmaschine freundlich "Hi....".

 *Annette*

 

*Hans*

 Während Lara mit Latz redete und die übrigen Raiders in gebührendem Abstand drum herumstanden – Latz war ihnen einfach nicht geheuer – und von Sorge ergriffen waren, welches Schicksal den armen Partyman wohl ereilt hatte, saß dieser gemütlich in der Hütte von Lumumba. Er hatte nämlich bei der Landung der Bierkästen sofort den gierigen Blick entdeckt, mit dem Lumumba, der kein Eingeborener war, sondern ein Zweigeborener, denn er hatte einen Bruder der auf den trolligen Namen Casabubu hörte, den Kasten Klausberger angestiert hatte.

Lumumba und Partyman wechselten nur einen Blick und Partyman nahm den Kasten und folgte Lumumba in seine Hütte, in der eine eigenartige Unterhaltung begann.

„Kunst dös in a Kristallwoize dauschn?“ eröffnete Partyman das Gespräch, in dem er auf den Kasten Klausberger wies. Er wollte seinem alten Kumpel Hans einfach einen netten Gefallen tun. Lumumba verstand nur „Kunst dösina“, den Rest aber nicht. Aber diese Worte bedeuteten auf Suaheli „Bildhaftes Gestalten“ und „wahnsinniger Durst“. Von ersterem verstand Lumumba nicht viel, nahm aber an, dass er den Kasten Klausberger als eine Art Geschenk erhalten sollte, mit dem Partyman einen Teil der Kultur seiner Heimat an ihn weiter geben wollte und das obwohl dieser offensichtlich wahnsinnigen Durst haben musste. Er war ganz gerührt, ging in den Keller seiner Lehmhütte und holte aus einem Kühlraum einen Kasten Sanwald-Kristall, um Partyman auch eine Freude zu machen.

„Jo mei“ sagte Partyman, was auf deutsch soviel wie „ Toll“ oder „das ist meins“ oder „ist mir egal“ oder „saugut“ oder einfach alles heißen kann. Auf Suaheli bedeutet es allerdings „es ist Mai“ aber weil Frühlingsmonate im Dschungel überhaupt keine Rolle spielen, und es egal war, welcher Monat gerade war, benutzte man das Wort „Mai“ auch als Synonym für „egal“ oder „ausgeglichen“. Lumumba lächelte zufrieden. Partyman auch.

„Ugla crappa Uwadi“ sagte Lumumba. “Ugla“ heißt soviel wie “ich hab noch…” – „crappa“ bedeutet „willst du es nehmen/greifen“ und „Uwadi“ steht für einen tierischen Schnaps aus der Wurzel des gemeingefährlichen Rübenbaumes, der bevorzugten Heimat der Baumbeutler-Rübenwanze, und wurde in Fachkreisen auch Dschungelgurgler genannt.

Partyman verstand nur „Crappa“ und rief: „Kloar, dös sauf i a!“

Lumumba verstand: „ich bin hoch erfreut“ und wunderte sich, wie gut dieser Wilde aus Europa seine Sprache beherrschte und schenkte ein.

Lara unterhielt sich eine Weile mit Latz über Mofas und über verschiedenen Öl-Benzin Mischungen, merkte dann aber, dass dringlichere Aufgaben anstanden. Sie mussten Partyman finden, sonst stellte der nur wieder eine Dummheit an. Sie schickte die Raiders los, den ganzen Kral umzukrempeln. Als Latz, bzw. die wilde Hilde merkte, dass sie unbeobachtet war, machte sie sich auch auf die Suche nach Partyman. Solange die Raiders als Rudel auftraten, hatte sie keine Chance, das wusste sie. Vor allem hatte sie den giftigen Blick von Kathi nicht vergessen können, der ihr durch Mark und Bein gefahren war. Ein Blick der sogar einen Schneelurch im Himalaja zum frösteln gebracht hätte. Vor der musste sie sich hüten, das war ihr klar, obwohl sie nicht wusste, warum die kleine Rothaarige so reagierte, schließlich war ihre Tarnung als Latz perfekt.

Sie schlich sich in die nächst beste Hütte und sah einen ziemlich angeschlagenen und im halben Dilierium lallenden Partyman auf einem Löwenfell hocken. Ein Eingeborener, so dachte sie, denn sie wusste ja nichts von Casabubu, vollführte gerade einen Fruchtbarkeitstanz und war total in Trance. Sie packte Partyman unter den Arm und schleppte ihn schnell zu ihrem Turbomofa mit 1.300 Kubik, schnallte ihn auf den Gepäckträger und brauste davon.

Die Raiders suchten vergeblich nach ihrem Freund und waren ziemlich down. Sie versammelten sich um ein großes Lagerfeuer und sangen traurige Lieder von versunkenen Schiffen und leeren Flaschen. Lara versuchte ihre Mitstreiter aufzumuntern und versprach für den nächsten Tag eine wilde Schiesserei auf Hyänen, Tiger, Löwen und Moorhühner. Und bart versprach sie ein Aspirin mit Whiskey und danach einen lebenden Pudel verspeisen zu dürfen. Aber irgendwie fehlte ihr der Plan, wie man den Partyman wieder finden konnte und das merkten die Raiders und sie sangen weiter traurige Lieder, über Ölflecken auf der Strasse und gerissenen Motorradketten. Die Eingeborenen, und auch manche Zweigeborene, ja – sogar ein Dreigeborener schlugen dazu dumpf ihre Urwaldtrommeln.

Die wilde Hilde mietete sich in einem Nachbarkral eine Hütte und fesselte den halbtoten Partyman an ein Bettegestell. Mittlerweile hatte sie sich wieder zurückverwandelt und sie stierte Partyman lüstern an. Als er sah, wie Hilde mit ihren falschen Augenwimpern klimperte, wurde ihm noch schlechter und er wünschte sich nie geboren worden zu sein. Wenn er ein bisschen heller und nüchterner gewesen wäre, hätte er sich gewünscht, dass Hilde nie geboren worden wäre – aber das war ja nun in beiden Fällen eine rein hypothetische Annahme und auf die Schnelle nicht zu verwirklichen. Also bekam er eine Ohnmachtsanfall und die wilde Hilde war stocksauer, weil sie in diesem Zustand mit dem Kerl nun überhaupt nichts anfangen konnte.

Eine Hütte weiter saß Kalimba und streichelte zärtlich die „Träne des Abschieds“.

 *Hans D. Adams*

 

*Kathi*

 Kalimba wußte nichts von den Raiders, oder von der wilden Hilde. Er war einfach nur froh, dass sein Leben auf einmal so eine erstaunliche Wende genommen hatte und dass es ihm so gut ging.

Partyman erwachte wieder aus seinem Ohnmachtszustand und sofort fiel ihm wieder ein, mit wem er es zu tun hatte. Er beschloss sich einfach weiter schlafend zu stellen, denn so würde ihm wenigstens nichts passieren.

Die wilde Hilde überlegte einen Plan, wie sie den Partyman wenigstens ein Weilchen wachhalten könne, aber ihr fiel nichts ein.

Inzwischen war die Nacht über das Dörfchen hinein gebrochen und alle Raiders schliefen zusammen gekuschelt in einer der Hütten. Ein Lagerfeuer brannte in der Mitte und es war schön warm.

Von überall kam ein gleichmäßiges Schnarchen. Nur aus Richtung von Hans nicht. Der saß noch da, mit Blick auf das Feuer und dachte an Partyman. Er wollte ihn wiederhaben. Seinen Freund. Das war ihm wichtiger als alle Woize der Welt.

Schließlich wurde auch er müde vom nachdenken und schlief ein.

Am nächsten Morgen wurden die Raiders von einer Horde Ein und Zweigeborener geweckt.

Lara hatte ja versprochen, dass sie auf die Jagd gehen wollten. Also schnappten sich alle ihre Waffen und gingen einigermaßen frischen Mutes wieder in die Tiefen des Urwalds.

Als sie endlich die ersten Hyänen, Löwen und auch ein paar Moorhühner aufgescheucht hatten, ging es den Raiders ziemlich gut. Solange sie nicht an Partyman und dessen Schicksal dachten, ging es ihnen gut.

Mit einem guten Fang machte sich die inzwischen auch wieder Woize durstige Truppe auf den Rückweg ins Lager. Auf einmal zischte ein Pfeil über ihren Köpfen vorbei und blieb mit einem "Poing!" in einem Mammutbaum stecken.

Ein Zettel in schwer leserlicher Schrift hin daran. Lara versuchte sie zu entziffern.

"Das ist ja schlimmer als Hieroglyphen!" murmelte sie in sich hinein. Doch mit vereinten Kräften konnten sie es schließlich doch lesen:

"Tausche verrückten Bayern gegen den knackigen Schwaben ein- überlegt es euch schnell- sonst seht ihr euren Freund nicht wieder!- Hilde"

Kathi kochte als sie den Namen Hilde hörte und die Raiders nahmen Sicherheitsabstand, aus Angst, sie könne vielleicht explodieren.

Die Raiders standen da- mit offenem Mund. Hatte sie die Hilde also doch gefunden. Unglaublich!

*Kathi*

 

*Uwe*

***

Mombasa Airport! Mit quietschenden Reifen landete eine Maschine einer bekannten deutschen Volkspartei auf dem Rollfeld (die Maschine war übrigens eine Spende, aber die Flugreise hatte er wenigstens aus eigener Tausche bezahlt). An Bord war einer der schlimmsten Fieslinge, der auch von Kalimba und der "Träne des Abschieds" gehört hatte. Er wollte den Diamanten haben, koste es was es wolle, er mußte dringend die Parteifinanzen stärken!

Die Gangway wurde herangerollt, aber als der Fahrer sah, was da auf seine Gangway zukam, kehrte er schnell noch einmal um und holte die Gangway-Version, die normalerweise für Nashörner, Elefanten und dergleichen (Dickhäuter also), benutzt wurde.

Helmutchen Kohlroulade ächzte, als er die Gangway herabkam, genau wie die Gangway übrigens. Er mußte sich nach dem Flug erst einmal stärken. An der Imbißbude in der Abfertigungshalle aß er erstmal 3 Hamburger, 18 KittKack, 4 Portionen Fritten und 2 große Eisbecher *rülps*. Man nannte ihn auch "Der mit dem Saumagen".

Er fragte vor dem Airport alle Taxifahrer nach Kalimba aus und tatsächlich, einer konnte ihm den Aufenthaltsort von Kalimba verraten.

Im Dorf von Kalimba angekommen, versuchte Helmutchen Kohlroulade sofort die Hütte Kalimbas zu stürmen, naja stürmen ist der falsche Ausdruck, einnehmen ist zutreffender. Er nahm also die Hütte vollständig ein. Dabei hatte Helmutchen Kalimba den Spargel der Savanne, wie er von seinen Stammeskollegen gerne gehänselt wurde einfach ziemlich platt gedrückt. "Bin ich schon drin?" fragte Helmutchen sich irritiert. "Na das war ja einfach *blödgrins*". Da war ja auch der Eumel von Diamant. Er schnappte mit seinen fetten Wursthänden danach und fraß ihn auf, einfach so aus Gewohnheit, wahrscheinlich (eine verhängnisvolle Tat, wie sich wenig später herausstellen sollte...).

Helmutchen Kohlroulade war zufrieden. Er hatte nicht erwartet, dass alles innerhalb einer Stunde erledigt sein würde. Als er wieder auf die Straße hinauswollte blieb er allerdings im Türrahmen stecken. "Misft" lispelte er, "nicht schon wieder". Er zerrte, schob und zog, aber er saß einfach richtig fest.

 ***

 Alle redeten auf Hans ein und versuchten ihm auszureden, sich für seinen Kumpel Partyman zu opfern. Es mußte doch eine andere Lösung geben.

"Nein, esch gibt koi andre Möglichkeit, ich musch gehn, ich hab ihm deesch eingebroggt, also musch ich deeesch jetzt auch auslöfle", er machte sich bereits auf den Weg ins Nachbardorf, im Rucksack 2 bescheidene Woize: eins für Partyman *schnief* und eins für ihn selbst *schluchz*.

"Also gut", sagte Larahhhh, "aber wir folgen Dir und beobachten Hilde. Und wenn sich eine Möglichkeit ergibt, machen wir das blöde Moorhuhn fertig".

"Ich hab noch was nützliches übers Notebook bestellt", sagte Uwe und reichte Hans einen BBRW-Blocker-Mark8. "Das sollte Dich gegen Hildes ....ääähhmmm.... Sexappeal immun machen! Wir schaffen das schon Oider! Hau di nei!".

Jens sagte: "Hier, nimm die 44er Magnum mit!", aber Hans konnte sie nicht tragen, wahr einfach zu schwer das Teil. Er meinte nur: "Nee Kumpel, nimm Du die lieber, und sag dann bei Gelegenheit zu Hilde: 'Make my day!'"

Hans lief los! Nach einer Minute war er am Ziel (alles war hier nicht mehr so weitläufig, wie in TR3+4).

Hilde stand schon mit dem gefesselten Partyman in der Tür. Sie hatte eine 93er Wess & Smithson im Anschlag und rief Hans zu: "Hallo Schatzi! Schön, dass ihr vernünftig seid, komm doch rüber...". Hans Augen wurden zu Schlitzen: "Erst gibst du den Bayern frei!"

"Kein Problem", sagte Hilde und lies Partyman Richtung Hans stolpern. Hans öffnete seinen Rucksack und schenkte 2 Woize ein. Partyman wurde langsam wieder ansprechbar. Sie schlorkten schnell mal das Woize und Partyman ging es sichtlich besser.

"Komm jetzt mal langsam rüber Du heißer Schwabenhengst", maulte Hilde und schoß einmal in die Luft!

In diesem Augenblick löste sich Helmutchen Kohlroulade aus dem Türstock der gegenüberliegenden Hütte (Ja, liebe Kinder, der Türstock hatte den Kampf verloren). Er prallte auf Hilde, die in die Hütte zurückgeschleudert wurde und anschließend auf einen baugleichen Türstock, in dem er wiederum steckenblieb.

Hans und Partyman hörten noch ein dumpfes "Misft, nicht schooooon wieder", denn diesmal war Helmutchen mit dem Gesicht nach innen eingeklemmt. Dann hörten sie noch: "Hee, wer bisft Du denn? Du riechsft ja wie die Hannelore! *superblödgrins*"

Die Raiders und Larahhh waren mittlerweile auch auf dem Plan. Leider wußten Sie nichts von Kalimbas Schicksal und Helmutchen Kohlroulade oder dem Verbleib der "Träne des Abschieds", denn Hans und Partyman hatten sich gerade zugeprostet, als Helmutchen eingeschlagen war. Sie packten ihre Freunde und zogen sich zu Ihrem Woizestützpunkt zur weiteren Beratung zurück.

Sie hatten absolut keine Spur! Aber sie waren wenigstens wieder vollzählig!

Larahhh sagte: "Heute Nacht schau ich nochmal in das Nachbardorf! Vielleicht finde ich irgendwas!". Die Raiders nickten erschöpft, aber Partyman rannte kurz zu Lumumba rüber und holte den Kasten Sanwald-Kristall! Luftinger-Weißbier war auch noch da! "Also let's Party" rief er, "ich bin wieder da".

Die Raiders feierten Partyman's Rückkehr und ließen es sich so richtig gut gehen, aber Larahhhhh war unruhig und wanderte schließlich Richtung Nachbardorf. Was sie dort vorfand war das reinste Chaos. Der Fettklops, der am Nachmittag die Tür zu Hilde's Hütte versperrt hatte war verschwunden, ebenso Hilde.

Sie bückte sich und hob eine Visitenkarte auf: Helmutchen Kohlroulade! EX-Bumskanzler der BuRepDeu! Sie verstand gar nicht's mehr!

Was war hier geschehen?

*Uwe*

...to be continued...