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Das Ding aus einer anderen Welt Autor: Chris Vertrieb: Universal Interactive Genre: 3rd-Person-Adventure-Shooter "Das Ding aus einer anderen
Welt" basiert auf einer Horror-Novelle, die bereits zweimal verfilmt
wurde. Die Entwickler des Spiels nutzten den John Carpenter-Plot aus dem
Jahr 1982 als Vorlage für ihr Skript. Soweit die Rahmenhandlung.
Gespielt wird aus der bewährten Verfolger-Perspektive, wie es beispielsweise
aus "Syphon Filter" oder "Max Payne" bekannt ist.
Auf dem PC lässt sich die Figur über Maus und Tastenkombinationen
steuern, auf der PS2 kommen beide Analog-Sticks plus Aktions-Tasten zum
Zuge. Bewegungen und Seitenschritte sind in alle Richtungen möglich, allerdings kann man nicht springen. Die Aktions-Tasten werden zum Waffen abfeuern, Objekt benutzen, Schalter drücken und zur Interaktion benötigt. Das Zielen auf Gegner muss nicht ganz genau erfolgen; über die Schwierigkeitsgrade lassen sich drei verschiedene Ziel-Toleranzen einstellen. Beim einfachsten Schwierigkeitsgrad reicht es daher aus, mit der Waffe nur grob auf die Feinde drauzuhalten. Das Game-Play setzt sich aus wüsten Ballereien, Schlüssel- und Codewort-Suchen sowie ausgiebigen Erkundungstrips und Rettungsmissionen zusammen. Soweit eigentlich nichts Neues, "Das Ding" bietet aber ein paar zusätzliche Features, die das Spiel auflockern. Im Verlauf der einzelnen Kampagnen
stolpert Blake immer wieder über versprengte Soldaten. Es gibt dabei
drei Typen: Techniker können kaputte Elektronik reparieren, Sanitäter
heilen Wunden (außer ihre eigenen) und Kampfsoldaten ballern bei
Bedarf wild in der Gegend rum. Allerdings sind auch bewaffnete Techniker
und Sanis gut für Schusswechsel zu gebrauchen.
Weiterhin
findet Blake immer wieder Bluttest-Spritzen. Mit diesem "Besteck"
kann Blake seine Kumpels (oder sich selber) testen, ob man denn mit dem
gefürchteten Alien-Virus befallen wurde. Bei infizierten Personen
platzt dann die Spritze und sie mutieren zu außerirdischen Angreifern.
Die Testergebnisse werden jedoch durch die Story immer wieder mal sinnlos,
da sich zuvor zweifelsfrei als "sauber" erkannte Helfer im nächsten
Moment ohne Grund in Monster
verwandeln können.
Glücklicherweise können die KI-Kumpels mit diesem Ding ganz gut umgehen, und daher ist es ratsam, die Drecksarbeit von Squad-Mitgliedern erledigen zu lassen. Im späteren Verlauf tauchen auch noch feindselige Soldaten auf. Diese können aber auf die "konventionelle" Art eliminiert werden. Generell ist es von Vorteil, seine Crew bei Laune (und Leben) zu halten. Bei etlichen Sequenzen wird man von Alien-Horden regelrecht überrannt. Wohl dem, der da eine schlagkräftige Truppe an seiner Seite weiß. Schade nur, dass ein Großteil der Verbündeten im Spiel - bedingt durch die Story - verloren geht. Meist ist dies vor den Kampagnen-Enden der Fall. Es ist in der Regel nicht möglich, die Kumpels in den nächsten Level rüberzubringen. Das ist aber nicht weiter schlimm, da in jeden Abschnitt neue Freunde auftauchen. Einige Missionen muss Blake allerdings alleine bzw. ohne einen Sanitäter überstehen. Es gibt jedoch immer wieder Medipacks im Spiel verstreut, die Blake sich dann selber oder seinen Mitstreitern verpassen kann. Agiert Blake im Freien, erscheint eine weiterer Limit-Balken, der in blau gehalten ist. Bleibt man zu lange in der Kälte, wird die rote Lebensenergie-Anzeige immer kleiner, was schnell zum Tod führt.
Der Spielfortschritt lässt sich anhand vordefinierter Stellen während der einzelnen Missionen abspeichern. Einige Speicherpunkte können/müssen dabei auch öfter benutzt werden. Über die Lage der Save-Points kann man streiten, aber es hätten schon ein paar mehr sein können, zumal Medipacks und Munition an einigen Stellen wirklich rar gesät sind. Glücklicherweise besteht die Möglichkeit, Squad-Mitgliedern auch wieder Waffen und Munition abzunehmen bzw. Munition von getöteten Feind-Soldaten aufzunehmen. Grafisch ist das Spiel ziemlich
spartanisch gestaltet worden. Die Texturen sind recht karg und trostlos,
aber der Atmosphäre tut das seltsamerweise keinen Abbruch. Man kann
ja auch von öden Forschungs-Stationen keine glamourösen Einrichtungen
verlangen. Zusätzlich wird dieses Ambiente durch schummrige Beleuchtung
verstärkt. Musikmäßig gibt
es eigentlich fast nichts zu hören; im Abspann läuft aber eine
flotte Crossover-Nummer im Faith no more-Stil. Ansonsten beschränkten
sich die Entwickler Schade nur, dass die Zwischen-Sequenzen nicht viel taugen. Die Story bleibt doch arg im Dunkeln, und am Ende läuft alles mal wieder auf eine Art Militär-Verschwörung hinaus. Das gab's schon oft genug, das haut wirklich keinen mehr vom Hocker, außerdem ist die Schluß-Sequenz - trotz Film-Anspielung - ziemlich platt geraten. Weiterhin sind einige Trigger zu den Film-Szenen etwas unglücklich gelegt worden, was aber nicht so gravierend ist. Aus den Interaktions-Möglichkeiten hätte man sicher noch mehr machen können, und die Film-Vorlage wäre schon für eine interessantere Geschichte gut gewesen, aber Freunde gepflegten Grusels werden mit "The Thing" sicherlich recht gut bedient. Wer sich ranhält, dürfte das Spiel in 6 - 8 Stunden Spielzeit durchhaben. An etlichen Schlüssel-Ballereien kann man sich aber - dank der eingeschränkten Speichermöglichkeit - lange abquälen, so dass man doch ziemlich lange zu knabbern hat. Quelle (Bilder): PC Games |