Autor: Chris
So fing´s also an :
Die britische Archäologien und
Abenteuerin Lara Croft hat sich bereits in der Szene einen Namen gemacht,
und ihr Bild ziert das Cover von einschlägigen Fachmagazinen wie
"Adventurer!". Anscheinend lässt es sich davon ganz gut
leben, kann sich die verstoßene Aristokratin dadurch ja einen feudalen
Herrensitz in Schottland leisten.
Selbstverständlich
spielt Geld nur eine untergeordnete Rolle. Da kommt das Angebot einer
zwielichtigen Geschäftsfrau gerade recht, verspricht doch die Suche
nach einem sagenhaften Artefakt den besonderen Kick. Man wird sich schnell
handelseinig, und Lara begibt sich nach Peru, wo das Abenteuer beginnt
Generell werden die bisherigen TR-Spiele
(1 - 5) in die Kategorie Action-Adventure eingeordnet. Im Klartext bedeutet
das: Schalter drücken, Schlüssel finden, Türen öffnen
& Bösewichte ausschalten. Gespielt wird aus der Perspektive einer
dritten Person, d.h. die Hauptfigur ist stets zu sehen, das Programm übernimmt
dabei das selbständige Umschalten in die (nicht immer) zweckmäßigen
Kamerapositionen.
Im
Gegensatz zu aktuellen Action-Shootern wie "Max Payne" oder
"MDK 2" verzichtet Tomb Raider auf den Einsatz der Maus als
Steuerungsgerät. Das hat zwei Gründe: Das Spiel wurde ursprünglich
auf der PSX konzipiert, und diese Konsole hat keine Maus im Lieferumfang.
Außerdem verfügt Lara über eine Vielzahl von Bewegungen,
welche nur als Tastenkombinationen auf dem Keyboard (oder Gamepad) sinnvoll
angeordnet werden konnten.
Laufen, springen, ducken, und das
alles mit dynamischer Kameraführung. Da wird es natürlich schwierig,
auch noch auf die Gegner zu zielen. Glücklicherweise braucht man
sich da keine Gedanken zu machen: Das Spiel verfügt über eine
automatische Zielfunktion, welche ein lästiges Anvisieren der Feinde
entfallen lässt. Somit kann der Spieler sich auf die Bewegungsabläufe
konzentrieren, ohne auf Gegenwehr verzichten zu müssen. Bevor man
(Pardon: Frau) sich ins Abenteuer stürzt, kann die Steuerung in einem
speziellen Trainings-Level geübt werden.
Generell
beginnt Lara jedes ihrer Abenteuer mit einer Standard-Bewaffnung. Neben
den stets einsatzbereiten Pistolen kann Lara im Verlauf des Spiels noch
andere Waffen einsammeln. Für diese stärkeren Knarren muss allerdings
fleißig nach Munition gesucht werden. Ist die eingesammelte Munition
aufgebraucht, kommen die Pistolen wieder zum Einsatz.
Die Lebensenergie der Heldin wird links oben am Bildschirmrand als langer
Balken angezeigt. Was im echten Leben Schmerzen bereiten würde, tut
das im Spiel auch. Mit Hilfe von "Medipacks" kann die Lebensenergie
teilweise oder wieder ganz hergesellt werden. Diese Wundermittel liegen
ebenfalls in den Levels an verschiedenen Stellen verstreut.
Zusätzlich sind in den einzelnen Abschnitten
noch "Secrets" eingebaut. Das sind Goodies, die (mehr oder weniger)
schwer zu finden sind, und in der Regel Munition und/oder Medipacks enthalten.
Vorangetrieben
wird die Story durch diverse Film-Szenen, welche als Bindeglied zwischen
den Levels eingefügt wurden. Diese Einspielungen sind bei TR I nicht
beeinflussbare Sequenzen. Neben erzeugten Filmen auf der Grafik-Engine
sind auch mehrere Render-Szenen eingefügt worden, letztere sind optisch
natürlich um einiges besser. Lösungshinweise zu später
auftauchenden Rätseln werden in diesen Sequenzen jedoch nicht gegeben.
Das Spiel kam 1996 auf den Markt, daher sind in
Punkto Grafik schon einige Abstriche zu machen. Oft ist die Rede davon,
dass TR wie Lego aussieht. Schaut man
sich Laras erstes Abenteuer an, versteht man sofort, was damit gemeint
ist. Allerdings ist die Animation der Protagonistin in Verbindung mit
der überzeugenden Steuerung schon damals hervorragend gewesen. Ähnliche
Spiele neueren Datums haben da immer noch Nachholbedarf.
Für Anfänger ist Tomb Raider I auf alle Fälle empfehlenswert.
Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn nicht allzu hoch; erst in späteren
Levels wird das Spiel kniffliger.
Kuriosität am Rande: Im Gegensatz zur PSX-Version
verfügt die PC-Variante über keinerlei Musikstücke innerhalb
des Spiels.
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