Level 1
Ibiza,
Sonntag – irgendwann nach dem Mittagessen.
Lara
betrachtete die Jungs, die um einen runden Tisch saßen und ihre Erlebnisse
der vergangenen Nacht erzählten und lächelte amüsiert. Norbert, Partyman,
Hans, bart und Uwe waren am Vortag auf einer Sauftour gewesen und hatten
allerlei erlebt. Alle lachten vor Vergnügen. Auch ihr neues Mitglied,
Uwe, der nun als Computerspezialist mit aufgenommen war, hatte sich schon
voll integriert – zumindest was das Weißbier vernichten anbelangte.
Kathi
kam gerade mit einem großen Tablett voll mit Weizenbieren aus der Küche
und stöhnte:
„Wenn
ihr so weiter macht, dann bekomme ich noch Oberarme wie Schwarzenegger.“
Aber
die Jungs lachten nur und prosteten sich zu. Cybill schüttelte nur mit
dem Kopf, Urmel, die auch neu bei den Raiders war wunderte sich, was die
Jungs so wegschlappern konnten und Kathi und Lara wunderte sich über nichts
mehr.
Mit
einem hämischen Grinsen im Gesicht, erzählte bart:
„Und
das beste war, als Hans die Hilde angeschleppt hatte. Hat der die nicht
bei schummerigen Licht angebaggert und dann festgestellt, dass die soviel
Sexappeal hat, wie ein Verkehrsunfall.“
Er
wieherte wie ein Pferd und Hans wurde etwas kleiner. Kathi warf Hans einen
wütenden Blick zu und der schrumpfte voll und ganz auf die Größe seines
Weißbierglases zusammen.
Uwe
meinte:„Die war früher ein Mann und hieß Heiner.“ Und alle lachten und
kreischten vor Vergnügen, nur Hans nicht – und Kathi auch nicht.
Partyman
mischte sich auch ein:„Und dann hat die Hilde auch noch dem Norbert schöne
Augen gemacht, eigentlich uns allen - echt Mannstoll die Tussi – und unwahrscheinlich
anhänglich. Die hat keine Ruhe gegeben, bis ich ihr unsere Adresse gegeben
habe.“
„DU
HAST WAS??????“ riefen die anderen Jungs erschrocken.
„Ähm....
hab ich was falsch gemacht?“
Nun
schrumpfte Partyman und die Stimmung war ganz schön im Eimer. Hans und
Norbert schauten nervös zum Fenster, Partyman betrachtete seine Fingernägel,
Bart schaute in sein Weißbierglas und Uwe an die Decke. Cybill, Kathi,
Urmel und Lara schauten sich gegenseitig an und schüttelten nun gemeinsam
den Kopf. Die Kerle konnte man doch nie alleine lassen.
Lara
nahm sich die Sonntagszeitung. Nach einer Weile sagte sie: „Hey Raiders,
ihr habt doch von dem seltsamen Diamanten gehört, der in Afrika gefunden
worden ist. Hier steht, dass der Besitzer, ein gewisser Kalimba mit dem
Flugzeug über dem Dschungel von Kenia abgestürzt und verschollen ist.
Man hat das Wrack bisher nicht gefunden. Wenn der Stein wirklich magische
Kräfte hat, dann kann es zu einer Katastrophe führen, wenn er in falsche
Hände gerät. Wir sollen uns auf die Suche mache.“
„Ja,
nichts wie weg hier.“ sagte Hans und die anderen nickten zustimmend.
„Also,
brechen wir gleich auf nach Mombasa. Wir haben keine Zeit zu verlieren.
Wahrscheinlich sind schon alle möglichen Halunken auf der Suche nach dem
Wrack. Cybill, was ist mit dir?“ fragte Lara.
„Ich
halte hier die Stellung.“ meinte diese.
Die
Raiders schnappten sich ihre Waffen und schwangen sich auf ihre Motorräder
und bretterten Richtung Flughafen. Kurz darauf klingelte es an der Villa
der Raiders und Cybill öffnete die Tür und war geschockt.
„Hi,
ich bin die Hilde. Ist Hans da, oder Norbert, oder Partyman, oder....?“
flötete sie. Cybill antwortete:
„Da
hast Du Pech. Die sind für eine Weile wech – sind auf dem Weg nach Mombasa.
Hat wohl keinen Wert, dass du auf sie wartest.“
Betrübt
zog die Hilde davon, ihr Faltenrock wippte zornig.
Laras
Learjet düste in den türkisblauen Himmel von Ibiza und die Raiders an
Bord gönnten sich erst mal ein Bier. Die Jungs fühlten sich jetzt sicher
und freuten sich schon auf das neue Abenteuer.
Doch
kurze Zeit später startete eine kleine Privatmaschine mit dem gleichen
Kurs Richtung Mombasa – mit der wilden Hilde an Bord. Sie war festentschlossen
ihre Schätzchen, die sie alle liebgewonnen hatte, wieder zu finden.
*Hans
D. Adams
*
*Kathi*
An
Bord des Jets von den Raiders brach die Party erneut aus. Sie waren sich
wirklich sehr, sehr sicher, dass die wilde Hilde sie nicht finden könne.
Laras
Handy klingelte und Cybill teilte ihr mit, das die Hilde bei ihr gewesen
wäre. Lara musste lachen. Sie hatte nicht vor, es den Jungs zu sagen,
dass die Hilde hinter ihnen her war. Sie sollten endlich mal ihre Lektion
lernen, falls Hilde sie wirklich finden sollte.
So
blieb die Stimmung gut und der Flieger kam seinem Ziel immer näher.
Hans
schaute ab und an zu seiner Schnecki und versuchte heraus zu finden, ob
sie noch sauer war. Doch er konnte es nicht ausmachen.
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